Antalya greift durch: 300 illegale “Container-Villen” am Acısu-Fluss sollen verschwinden

Bild: DHA
03.04.2026 – 10:00 Uhr

Antalya, (DHA) – Die Provinzverwaltung für Umwelt, Stadtplanung und Klimawandel in Antalya hat den Abriss von rund 300 illegal errichteten Containern am Acısu-Fluss zwischen Belek und Boğazkent angeordnet. Die illegalen Bauten befinden sich im Özel Çevre Koruma Bölgesi, einem geschützten Umweltgebiet.

Die unberührten Naturlandschaften Antalyas, besonders nach der Pandemie, sind zunehmend von illegalen Siedlungen bedroht. Besonders an Flussufern und Küsten wurden staatliche Flächen von Containerbauten besetzt. Auf Initiative von Dr. Ali Fuat Canbolat, Vorsitzender des Ekolojik Araştırmalar Derneği (EKAD), nahm die Provinzverwaltung nun Maßnahmen gegen die illegalen Siedlungen am Acısu-Fluss.

Von Villen bis zu privaten Gärten

Die am stärksten betroffene Region liegt nahe der Mündung des Acısu-Flusses in das Mittelmeer, zwischen den Tourismuszentren Belek und Boğazkent. Viele der Container sind so groß, dass sie wie kleine Villen wirken, mit privaten Gärten, Bootsanlegern und sogar Anlegestellen für Yachten.

Fluss und Meer stark verschmutzt

Die illegalen Bauten verschmutzen sowohl den Fluss als auch das Meer. Von leeren Flaschen bis hin zu Haushaltsabfällen wird alles direkt ins Wasser geworfen, und Abwasser landet mangels Kanalisation ebenfalls im Fluss. Die Behörden haben die Nutzer schriftlich zur Entfernung der Bauten aufgefordert. Wird dem nicht nachgekommen, erfolgt der Abriss in Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und staatlicher Wasserbehörde (DSİ).

Offizielle Mitteilung der Provinzverwaltung

Die Behörde erklärte: „Das Gebiet des Acısu-Flusses in Serik-Boğazkent liegt innerhalb des geschützten Umweltgebiets Belek und unterliegt der staatlichen Kontrolle. Aufgrund von Verstößen wurden Ecrimisil-Verfahren nach Rundschreiben 2018/03 eingeleitet. Die betreffenden Stellen wurden sowohl der Stadtverwaltung Serik als auch der DSİ 13. Region, dem Landamt Serik und dem Bezirksamt Serik offiziell gemeldet.“