ANTALYA – Auf der Hauptverkehrsstraße zwischen den Bezirken Kemer und Kumluca in der türkischen Provinz Antalya ist es nach einem Erdrutsch zu einem massiven Straßeneinsturz gekommen. Durch den Vorfall entstand ein rund zehn Meter breiter und tiefer Krater, der den Verkehr nahezu zum Erliegen brachte.
Aufgrund der gefährlichen Einbruchstelle wurde der betroffene Straßenabschnitt für den Verkehr gesperrt, Fahrzeuge können die Strecke derzeit nur einspurig und kontrolliert passieren. Der Erdrutsch ereignete sich nach anhaltenden und außergewöhnlich starken Regenfällen.
Nach Eingang der Meldung wurden zahlreiche Gendarmerie- und Straßenbau-Teams zum Unglücksort entsandt. Die Einsatzkräfte sicherten das Gebiet ab, warnten Autofahrer und leiteten umgehend Instandsetzungsarbeiten an der beschädigten Stelle ein.
Auch lokale Behördenvertreter machten sich vor Ort ein Bild der Lage. Der Landrat von Kemer, Ahmet Solmaz, sowie der Landrat von Kumluca, Bahadır Güneş, informierten sich direkt bei den Einsatzkräften über den aktuellen Stand der Arbeiten.
Antalyas Gouverneur Hulusi Şahin erklärte, dass die Region innerhalb von nur 38 Tagen mehr als 90 Prozent der durchschnittlichen Jahresniederschläge für 2025 verzeichnet habe.
„Sollten die Regenfälle anhalten, werden wir Mitte Februar innerhalb von 45 Tagen so viel Niederschlag wie sonst in zwölf Monaten erhalten. Diese extreme Belastung hat die Infrastruktur überfordert – wassergesättigte Böden führen unweigerlich zu Erdrutschen und Steinschlägen“, so Şahin.
Die Reparaturarbeiten dauern an, Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich nach Möglichkeit zu meiden.