In der türkischen Mittelmeerstadt Finike in der Provinz Antalya haben in sozialen Netzwerken veröffentlichte Bilder aus einem kommunalen Tierheim für große Empörung gesorgt. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, dass zahlreiche Tiere unter offensichtlich mangelhaften Bedingungen gehalten werden. Mehrere Tiere wirken stark abgemagert, leiden unter Hautkrankheiten und sollen ohne ausreichende medizinische Versorgung in unhygienischer Umgebung untergebracht sein.

Nach Angaben aus den sozialen Medien fehlte es im Tierheim der Gemeinde Finike nahezu vollständig an Hygiene. Kranke Tiere seien nicht isoliert oder behandelt worden, sondern gemeinsam mit anderen Tieren untergebracht gewesen. Zudem hätten sich in Teilen der Anlage Schlamm und stehendes Wasser angesammelt, was die ohnehin schlechten Bedingungen weiter verschärft habe.
Aufgrund der öffentlichen Reaktionen leitete die Staatsanwaltschaft von Finike auf Anweisung ein Ermittlungsverfahren ein. In Begleitung eines Staatsanwalts führten Gendarmeriebeamte sowie Mitarbeiter der Bezirksdirektion für Landwirtschaft und Forsten am Abend eine Inspektion des Tierheims durch und nahmen erste Feststellungen vor. Die Untersuchungen dauern derzeit an.

Eine offizielle Stellungnahme der Stadtverwaltung von Finike zu den Vorwürfen liegt bislang nicht vor.
(DHA)