Antalya: Berittene Gendarmerie patrouilliert durch antikes Phaselis

Bilder: DHA
14.09.2026 – 17:00 Uhr

In der antiken Stadt Phaselis bei Kemer sorgt eine berittene Gendarmerieeinheit für Sicherheit und den Schutz des historischen Geländes. Während der Hauptsaison verstärken die Beamten ihre Patrouillen – und sind dabei besonders bei den Besuchern ein Blickfang.

 

 

Mit Pferden durch die antike Stadt

Die berittene Einheit der Gendarmerieprovinz Antalya ist seit 2020 in Phaselis im Einsatz. Wenn die Zahl der in- und ausländischen Besucher während der Tourismussaison steigt, werden auch die Patrouillen ausgeweitet.

Die Beamten übernehmen vor allem präventive Aufgaben und sind zu Zeiten unterwegs, in denen besonders viele Besucher die antike Stadt besichtigen. Gleichzeitig weisen sie Touristen auf den Schutz der historischen und natürlichen Bereiche hin.

„Unsere berittenen Gendarmerieeinheiten übernehmen eine wichtige Aufgabe beim Schutz historischer und natürlicher Schutzgebiete“, erklärt Gendarmerie-Hauptfeldwebel Ergül Polat. Gerade in Bereichen, die für Fahrzeuge schwer zugänglich seien, könnten die Reiter effektiv patrouillieren.

34 Wochen Ausbildung für Reiter und Pferde

Die Angehörigen der berittenen Einheiten werden aus den Reihen der Offiziere und Unteroffiziere der Gendarmerie ausgewählt. Anschließend absolvieren sie eine 34-wöchige Grundausbildung im Reiten.

Auf dem Ausbildungsplan stehen unter anderem Reittechnik, Pferdepflege, Patrouillen zu Pferd und der Einsatz in Menschenmengen. Ziel ist es, dass Reiter und Pferd als eingespieltes Team arbeiten können.

Auch die Pferde werden gezielt für ihre Aufgaben ausgewählt und intensiv trainiert. Sie müssen an Menschenmengen, laute Geräusche und unterschiedliche Umweltbedingungen gewöhnt werden. Die tägliche Pflege sowie Ernährung und Gesundheitskontrollen erfolgen unter tierärztlicher Aufsicht.

 

 

„Fırtına“ und „Gökçen“ im Einsatz

In Phaselis sind derzeit die beiden Pferde „Fırtına“ und „Gökçen“ im Einsatz.

„Fırtına“ ist ein 2014 geborenes Pferd deutscher Rasse, während „Gökçen“ 2015 geboren wurde und französischer Rasse ist. Beide wurden speziell auf Einsätze in stark frequentierten Bereichen vorbereitet.

Neben der Sicherheitsarbeit informieren die Beamten die Besucher über den richtigen Umgang mit historischen Bauwerken und leisten damit einen Beitrag zum Schutz des kulturellen und natürlichen Erbes.

Besonders bei Kindern beliebt

Die ungewöhnliche Präsenz der berittenen Gendarmerie kommt bei den Besuchern gut an. Nilgün Aras, die Phaselis mit ihrer Familie besuchte, zeigte sich erfreut über die Einheit vor Ort. Auch ihr achtjähriger Sohn Kaan war von den Pferden begeistert.

Besucherin Bengü Kutbay berichtete, sie habe erstmals ein Pferd berührt. Die berittene Einheit sei sowohl für die Sicherheit als auch für den Schutz der antiken Stadt wichtig.

Auch Eren Mutlu lobte den Einsatz. Da Fahrzeuge in den historischen Bereich nicht hineinfahren könnten, seien die Pferde eine passende Möglichkeit für die Gendarmerie, das Gelände zu kontrollieren und gleichzeitig den Besuchern einen besonderen Anblick zu bieten.