ANTALYA – Die Verbindung zwischen Antalya und Alanya soll künftig deutlich schneller werden: Beim Bau der neuen Antalya-Alanya-Autobahn sind nach Angaben von Verkehrs- und Infrastrukturminister Abdulkadir Uraloğlu rund 30 Prozent der Bauarbeiten abgeschlossen.
Die neue Autobahn soll die wachsende Verkehrsnachfrage entlang der türkischen Mittelmeerküste auffangen und insbesondere die Anreise für in- und ausländische Touristen erleichtern.
122 Kilometer neue Autobahn
Das Projekt ist insgesamt 122 Kilometer lang. Davon entfallen 84 Kilometer auf die Haupttrasse und 38 Kilometer auf Anschlussstraßen. Die Hauptfahrbahn soll in beiden Richtungen jeweils drei Spuren erhalten.
Die Strecke beginnt am Knoten Serik und führt bis zum westlichen Alanya-Knoten nördlich von Konaklı. Insgesamt sind sieben Anschlussstellen vorgesehen.
Zum Bauwerk gehören außerdem fünf Tunnel mit einer Gesamtlänge von 4.365 Metern sowie 16 Viadukte, die zusammen 5.966 Meter lang sind.
Arbeiten an Tunneln und Viadukten laufen
Bei zwei Tunneln sind die Ausgrabungs- und Sicherungsarbeiten bereits abgeschlossen. Dort laufen nun die Arbeiten am endgültigen Beton. Bei drei weiteren Tunneln wird noch am Ausbau und an der Sicherung gearbeitet.
Auch bei den Viadukten geht es voran: An 15 der 16 Bauwerke laufen Arbeiten an Bohrpfählen, Fundamenten, Bewehrung und Beton.
Darüber hinaus entstehen 14 Unterführungen, fünf Überführungen, sechs Brücken und 47 Durchlässe.
Fahrtzeit schrumpft von 2,5 Stunden auf 36 Minuten
Der größte Vorteil soll für Autofahrer spürbar werden. Nach Fertigstellung soll sich die derzeit rund 2,5 Stunden dauernde Fahrt zwischen Antalya und Alanya auf nur 36 Minuten verkürzen.
Auch wirtschaftlich verspricht sich die Regierung erhebliche Effekte. Laut Uraloğlu sollen jährlich insgesamt 23,9 Milliarden türkische Lira eingespart werden – davon 23 Milliarden Lira durch die verkürzte Reisezeit und weitere 900 Millionen Lira beim Kraftstoffverbrauch.
Zudem soll die neue Autobahn den jährlichen CO₂-Ausstoß um rund 47.000 Tonnen reduzieren.
Für die stark frequentierte türkische Riviera bedeutet das Projekt damit nicht nur eine neue Verkehrsachse, sondern auch einen erheblichen Zeitgewinn für Millionen von Reisenden.