22.800 TL für Köfte & Salat: Skandal-Restaurant in Antalya geschlossen

02.07.2026 – 8:00 Uhr

In Antalya ist ein umstrittenes Restaurant im Stadtteil Muratpaşa geschlossen worden, das zuvor mit einem stark überhöhten Rechnungsbetrag für Aufsehen gesorgt hatte. Ein Journalist hatte dort nach eigenen Angaben für Fleischbällchen, einen Käseteller, zwei Salate und ein Softgetränk insgesamt 22.800 TL bezahlt.

Der Fall hatte landesweit für Diskussionen gesorgt und auch die Behörden auf den Plan gerufen. Nach einer Beschwerde beim Verbraucherschlichtungsausschuss entschied dieser zunächst zugunsten des sogenannten „freien Marktes“ und verhängte zusätzlich eine Strafe gegen den Gast, da dieser keine Quittung erhalten hatte.

Die Entscheidung löste öffentliche Kritik aus und führte schließlich zu einer Überprüfung durch das Handelsministerium, das gegen das Unternehmen Maßnahmen ergriff.

Nun wurde bekannt, dass das betroffene Lokal seine Geschäftstätigkeit eingestellt hat. Am früheren Standort im Stadtteil Soğuksu in Muratpaşa sind die Räumlichkeiten geräumt, am Eingang hängt inzwischen ein „Zu vermieten“-Schild.

Nach dem Bekanntwerden des Falls hatten zahlreiche Personen ähnliche Erfahrungen mit dem Betrieb geschildert und von überhöhten Rechnungen sowie Drucksituationen bei der Zahlung berichtet. In sozialen Medien wurde zudem der Verdacht geäußert, dass das Lokal in ein fragwürdiges Geschäftsmodell im Zusammenhang mit sogenannten „Tinder-Fällen“ verwickelt gewesen sein könnte. Eine unabhängige Bestätigung dieser Vorwürfe liegt bislang nicht vor.