Zwischen den Karpuzkaldıran-Felsen und dem Düden-Wasserfall in Antalya liegen die Überreste des antiken Hafens von Magydos. Seine Geschichte reicht nach Angaben von İzzet Ünlü, dem Vorsitzenden der Antalya Denizcileşme Platformu, bis ins 4. Jahrhundert v. Chr. zurück – und damit rund 2.400 Jahre.
Magydos wurde demnach bereits lange vor der Gründung des heutigen Antalya als Hafen- und Handelsplatz genutzt. Auch während der römischen und byzantinischen Epoche behielt der Ort seine Bedeutung.
Spuren von Hafenanlagen erhalten
In dem Gebiet sind bis heute verschiedene historische Überreste zu erkennen. Dazu gehören unter anderem Teile von Wasserleitungen, Steinmauern und Spuren eines künstlich angelegten Wellenbrechers.
Ünlü zufolge war Magydos während der römischen Zeit zudem ein Zentrum der Münzprägung. In byzantinischer Zeit wurde der Ort zu einem Bischofssitz. Ein Teil der historischen Strukturen befindet sich heute unter Wasser oder ist von späteren Gebäuden überlagert.

Historischer Hafen soll erforscht werden
Nach Angaben von Ünlü wurde die Region nach dem 7. Jahrhundert auch von den arabischen Angriffen auf das östliche Mittelmeer betroffen und teilweise zerstört. Dennoch könnten unter Wasser und unter den heutigen Bauten weitere Überreste des antiken Hafens verborgen sein.
Die Antalya Denizcileşme Platformu fordert deshalb, das Gebiet stärker zu untersuchen und die historischen Strukturen zu schützen. Nach Ansicht Ünlüs könnte Magydos einen weiteren wichtigen Baustein zur Geschichte der antiken Hafen- und Handelsplätze rund um Antalya liefern.
Heute wird die Küste vor allem von Einheimischen zum Baden genutzt. Die historische Bedeutung des Areals ist vielen Besuchern bislang kaum bekannt.