ANTALYA – Seit der Antike wird das Burguç-Heilwasser im südtürkischen Demre genutzt. Die Quelle nahe der antiken Stadt Andriake ist vor allem wegen ihres hohen Mineralgehalts bekannt und zieht insbesondere in den Sommermonaten zahlreiche Einheimische und ausländische Besucher an.
Die Quelle tritt im Ortsteil Gökyazı im Bereich Akdam aus dem Boden. Das Wasser weist einen Mineralisierungswert von insgesamt 9.382,2 Milligramm pro Liter auf und enthält unter anderem Natriumchlorid und Magnesium. Die Bevölkerung kennt die Quelle seit Jahrhunderten unter dem Namen „Burguç“ und schreibt dem Wasser eine heilende Wirkung zu.

Quelle reicht bis in die Römerzeit zurück
Die Geschichte der Quelle reicht bis in die Zeit des Römischen Reiches zurück. Nach historischen Angaben wurde im 2. Jahrhundert n. Chr. in der Nähe der Quelle ein Thermal-Komplex errichtet, der von der Bevölkerung von Myra und Andriake genutzt wurde.
Das mineralhaltige Wasser wird heute unter anderem bei rheumatischen Beschwerden, Gelenkbeschwerden und bestimmten Hauterkrankungen als ergänzende Anwendung genutzt. Wissenschaftlich belegte Heilwirkungen sind damit allerdings nicht automatisch verbunden.
Inzwischen befindet sich an der Quelle eine moderne Thermalanlage mit Becken, die vor allem während der Sommermonate zahlreiche Besucher anzieht.

Beliebter Ausflugstipp
Auch bei Urlaubern hat sich die Quelle zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt. Besucher berichten von ihren Erfahrungen mit dem Wasser und empfehlen den Ort weiter.
Der aus Demre stammende Fikret Kaplan erklärte, er komme regelmäßig zur Quelle. Viele Menschen würden durch Empfehlungen oder soziale Medien auf den Ort aufmerksam.
Auch Besucher aus Hatay entdeckten die Quelle über soziale Medien. Ahmet Haydaroğlu, der für einen Urlaub nach Antalya gekommen war, sagte, sie hätten den Ort im Internet gesehen und seien von der besonderen Atmosphäre beeindruckt gewesen.