16. Internationaler Resort-Tourismuskongress bringt die Tourismusbranche in Antalya zusammen

Bild: DHA
21.08.2026 – 8:00 Uhr

ANTALYA – Die wichtigsten Vertreter der türkischen und internationalen Tourismusbranche kommen im November in Antalya zum 16. Internationalen Resort-Tourismuskongress zusammen. Die von der Vereinigung der Tourismus-Hoteliers und -Betreiber des Mittelmeerraums (AKTOB) organisierte Veranstaltung findet am 26. November statt.

Unter dem Motto „Redefining Tourism with Collective Vision“ soll der Kongress die sich verändernden globalen Tourismusdynamiken aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, neue Wachstumsfelder aufzeigen und eine gemeinsame Zukunftsvision für die Branche entwickeln.

Erwartet werden Vertreter aus Politik und Verwaltung, internationalen Tourismusorganisationen, Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften, der Technologiebranche sowie zahlreiche weitere Branchenvertreter. Im Mittelpunkt stehen Entwicklungen, die den Tourismus der kommenden Jahre prägen werden.

Minister Ersoy eröffnet den Kongress

Zur Eröffnung werden unter anderem der türkische Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy, der Gouverneur von Antalya, Hulusi Şahin, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Antalya, Büşra Özdemir, der Präsident des türkischen Hotelierverbandes TÜROFED, Erkan Yağcı, sowie AKTOB-Präsident Kaan Kaşif Kavaloğlu sprechen.

Türkische Marken auf dem Vormarsch

Ein Schwerpunkt des Kongresses wird die wachsende internationale Bedeutung türkischer Marken sein. Coşkun Yurt, stellvertretender Vorsitzender und CEO von Coral Travel, wird unter dem Titel „The Rising Power of Turkish Brands“ über die Entwicklung türkischer Marken auf den internationalen Märkten und deren zunehmenden Einfluss auf den globalen Tourismus sprechen.

Auch Deutschland, einer der wichtigsten europäischen Quellmärkte für die Türkei, wird eine zentrale Rolle spielen. Sören Hartmann, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), wird in seinem Vortrag „Germany’s Role in Shaping the Future of European Tourism“ die Bedeutung Deutschlands für die Zukunft des europäischen Tourismus beleuchten.

Globales Image der Türkei und Tourismus

Ein weiterer wichtiger Themenblock beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen dem internationalen Image der Türkei und den weltweiten Tourismusströmen. Der stellvertretende Außenminister und Präsident für EU-Angelegenheiten, Botschafter Mehmet Kemal Bozay, wird unter dem Titel „The Impact of Türkiye’s Global Image on Tourism Flows“ die Auswirkungen der internationalen Wahrnehmung der Türkei auf die touristische Nachfrage analysieren.

Dabei soll Tourismus nicht nur anhand von Besucherzahlen und wirtschaftlichen Kennzahlen betrachtet werden, sondern auch unter den Gesichtspunkten Länderimage, internationale Wahrnehmung und globale Beziehungen.

Von Konkurrenz zu Zusammenarbeit

Auch die zunehmende Bedeutung von Kooperationen innerhalb der Tourismusbranche steht auf der Agenda. Albin Loidl, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), wird unter dem Titel „From Competition to Collaboration in Tourism“ den Wandel von Wettbewerb hin zu stärkerer Zusammenarbeit untersuchen.

Damit greift der Kongress sein Leitmotiv auf: Die Zukunft des Tourismus soll stärker durch gemeinsame Wertschöpfung und das koordinierte Handeln verschiedener Akteure geprägt werden.

Fluggesellschaften und Reiseveranstalter

Die Bedeutung von Flugverbindungen und Reiseveranstaltern für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Reisezielen wird ebenfalls thematisiert.

SunExpress-CEO Marcus Schnabel spricht über „The Evolving Role of Airlines in Destination Competitiveness“ und damit über die sich verändernde Rolle von Fluggesellschaften für die Wettbewerbsfähigkeit touristischer Destinationen.

Gary Wilson, CEO von easyJet holidays, widmet sich unter dem Titel „Unlocking Demand: How Tour Operators Shape Destination Success“ der Frage, wie Reiseveranstalter Nachfrage schaffen und damit den Erfolg von Reisezielen auf internationalen Märkten beeinflussen.

Neue Chancen im Türkei-Indien-Tourismus

Neben den traditionellen Quellmärkten sollen auch neue Wachstumspotenziale diskutiert werden. Sunil Kumar, Präsident der UFTAA, wird unter dem Titel „Stronger Together: Unlocking Tourism Potential Between India and Türkiye“ die touristischen Möglichkeiten zwischen Indien und der Türkei sowie Chancen für eine stärkere Reisetätigkeit zwischen beiden Ländern beleuchten.

Tourismusmessen, künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit

Ein weiterer Kongressbereich beschäftigt sich mit der Rolle von Tourismusmessen. Unter dem Titel „The Role of Tourism Fairs in Creating Shared Value for Destinations“ diskutieren Volkan Ataman, CEO von Dream Project, Selçuk Meral, Vorsitzender von GMT Fuarcılık, und EMITT-Direktorin Banu Keskin über die Bedeutung von Tourismusmessen für Destinationen.

Zum Abschluss stehen Technologie und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. In der Session „AI-Driven Tourism Transformation“ geht es um den Einsatz künstlicher Intelligenz und deren Auswirkungen auf die Tourismusbranche. Zu den Teilnehmern gehören Hotel-Linkage-CEO Erhan Kaya und Burak Bayaz.

Mit dem Thema „Sustainable Transformation in Tourism“ soll zudem die nachhaltige Entwicklung der Branche als einer der wichtigsten Faktoren für die langfristige Transformation des Tourismus diskutiert werden.

Kavaloğlu: „Wir brauchen eine gemeinsame Vision“

AKTOB-Präsident Kaan Kaşif Kavaloğlu betonte, dass sich die Wettbewerbsbedingungen im internationalen Tourismus und die Faktoren, die das Reiseverhalten bestimmen, rasant verändern.

„Der Tourismus wird heute nicht mehr nur durch den Wettbewerb zwischen Destinationen oder Unternehmen geprägt“, sagte Kavaloğlu. Das globale Image eines Landes, die Erreichbarkeit per Flugzeug, die Nachfrage durch Reiseveranstalter, technologische Entwicklungen, neue Quellmärkte und Nachhaltigkeit seien eng miteinander verbunden.

„Deshalb müssen wir die Zukunft des Tourismus nicht aus einer einzigen Perspektive betrachten, sondern mit einer kollektiven Vision neu definieren, zu der alle Beteiligten beitragen“, erklärte der AKTOB-Präsident.

Türkei zählt zu den stärksten Destinationen weltweit

Kavaloğlu bezeichnete die Türkei als eine der derzeit stärksten Tourismusdestinationen der Welt. Das Ziel könne jedoch nicht allein darin bestehen, die Zahl der Besucher weiter zu erhöhen.

Vielmehr müsse es darum gehen, die sich verändernde globale Nachfrage richtig zu verstehen, eine höhere Wertschöpfung zu erzielen, die Vielfalt der Quellmärkte auszubauen und einen nachhaltigen Tourismus zu fördern, der sich über das gesamte Jahr erstreckt.

Antalya könne aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und seines starken touristischen Ökosystems eine wichtige Rolle bei dieser Transformation übernehmen, so Kavaloğlu.

Der Resort-Tourismuskongress verstehe sich dabei nicht nur als Konferenz, sondern als Plattform für Austausch und Zusammenarbeit. Am 26. November sollen in Antalya Vertreter aus verschiedenen Ländern und Bereichen des Tourismus zusammenkommen, um über aktuelle Veränderungen, neue Chancen und die künftigen Wettbewerbsbedingungen der Branche zu beraten.