Türkei bekämpft invasive Kugelfische: Hunderttausende Tiere aus dem Ökosystem entfernt

Bild: DHA
25.04.2026 – 15:00 Uhr

Im Rahmen eines staatlichen Programms zur Bekämpfung des invasiven Kugelfischs hat das türkische Ministerium für Landwirtschaft und Forsten in den vergangenen Jahren Hunderttausende der giftigen Tiere aus dem Meer entfernen lassen. Ziel der Maßnahmen ist es, die stark wachsende Population in der Ägäis- und Mittelmeerregion einzudämmen und ökologische Schäden zu begrenzen.

Allein im Jahr 2024 wurden 189.520 Kugelfische gefangen. Im Jahr 2025 stieg die Zahl auf 291.547 Exemplare. Nach Angaben des Ministeriums wurde dadurch verhindert, dass sich rund 21,8 Millionen weitere Tiere im Ökosystem verbreiten.

Seit dem Start des Förderprogramms im Jahr 2020 wurden bis Ende 2025 insgesamt 665.041 Kugelfische gefangen. Insgesamt soll dadurch die mögliche Vermehrung von rund 50 Millionen Individuen verhindert worden sein.

Die Fangaktionen werden durch ein staatliches Anreizsystem unterstützt. Für den besonders gefährlichen „gefleckten Kugelfisch“ gibt es eine Prämie von 35 türkischen Lira pro Tier bis zu einer bestimmten Fangmenge, für andere Arten 10 Lira.

Kugelfische gelten als problematisch, da sie ein starkes Nervengift enthalten und mit ihren kräftigen Kiefern zudem Fischereiausrüstung beschädigen können. Neben der Eindämmung der Population wird auch an einer wirtschaftlichen Nutzung der Tiere gearbeitet, etwa in der Leder-, Textil- und Pharmaindustrie.