Zwei Tage, zwei Titel: Türkische Ausnahmeschwimmerin Deniz Kayadelen triumphiert bei EM

05.02.2026 – 16:00 Uhr

Bei den Europäischen Eisschwimm-Meisterschaften im italienischen Molveno hat die türkische Eisschwimmerin Deniz Kayadelen zwei Goldmedaillen gewonnen. Die Wettkämpfe, an denen rund 550 Athletinnen und Athleten aus zahlreichen Ländern teilnahmen, fanden bei einer Wassertemperatur von rund einem Grad Celsius statt.

Kayadelen setzte sich innerhalb von zwei Wettkampftagen in zwei Disziplinen durch. In ihrer Altersklasse gewann sie über 100 Meter Schmetterling sowie über 250 Meter Freistil und sicherte sich damit den Europameistertitel in beiden Rennen.

Die Athletin zählt zu den bekanntesten Vertreterinnen des Eisschwimmens. Sie ist mehrfache Weltmeisterin und hält zudem einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für außergewöhnliche Leistungen im Eiswasser. Ihr Erfolg in Molveno ist dabei auch aus persönlicher Sicht bemerkenswert: Kayadelen ist Mutter eines fünf Monate alten Kindes und kehrte nur kurze Zeit nach der Geburt in den internationalen Wettkampfsport zurück.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sie während ihrer Schwangerschaft einen Weltmeistertitel errungen. Bei der Europameisterschaft in Italien trat sie nun erneut unter erschwerten Bedingungen an. Neben den extremen Temperaturen stellte auch die körperliche Belastung nach der Geburt eine zusätzliche Herausforderung dar. Dennoch konnte sie sich gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen.

Kayadelen reiste gemeinsam mit ihrer Tochter zur Meisterschaft und widmete ihr die errungenen Medaillen. Sie versteht ihre sportliche Leistung eigenen Angaben zufolge auch als Zeichen für die Leistungsfähigkeit von Frauen und Müttern im Spitzensport.

Für die türkische Athletin sind die Wettkämpfe in Molveno noch nicht abgeschlossen. Sie plant weitere Starts, unter anderem über 50 Meter Schmetterling und 100 Meter Freistil.

Auch von Vereinsseite kam Anerkennung. Der Vorsitzende des Bakırköy Ata Sportklubs, Sait Babaoğlu, würdigte die Erfolge Kayadelens und betonte den Stolz über die Leistungen der eigenen Athletinnen und Athleten auf internationaler Bühne.