Der portugiesische Fußballstar Rafa Silva hat in seiner zweiten Karrierephase bei Benfica Lissabon ein umstrittenes Debüt gefeiert. Der 30-Jährige hatte den Verein im Sommer 2022 ablösefrei in Richtung Beşiktaş Istanbul verlassen und ist nun zurückgekehrt. Er wurde beim 4:0-Heimsieg gegen Estrela am Sonntag in der 73. Minute eingewechselt.
Seine Rückkehr auf den Rasen des Estádio da Luz wurde von gemischten Reaktionen begleitet. Während große Teile des Publikums den Offensivspieler mit stehendem Applaus begrüßten, waren aus einigen Tribünensektoren auch deutliche Pfiffe und Buhrufe zu vernehmen. Die Rückkehr des Nationalspielers war zuvor insbesondere in den sozialen Medien von Teilen der Anhängerschaft kritisiert worden, da Benfica eine Transferablöse an Beşiktaş zahlen musste.
Benficas neuer Trainer José Mourinho äußerte sich nach dem Spiel versöhnlich und wies die Kritik an Silva zurück. „Er ist ein besonderer Spieler. Ein Spieler von höchstem Niveau“, sagte Mourinho. „Wenn er nicht als Zehner spielt, dann spielt er als Neuner. Wenn nicht als Neuner, dann auf dem rechten Flügel. Wenn nicht rechts, dann links. Er ist hierhergekommen, um zu helfen. Mit seiner Einfachheit, seiner Bescheidenheit, dem Benfica-Geist und seiner Liebe zum Verein.“
Gleichzeitig räumte der Coach ein, dass Silva noch nicht in Bestform sei. „Er ist offen gestanden noch nicht auf seinem höchsten Level, es gibt einige Einbrüche im Spieltempo“, so Mourinho. Er führte dies auf die Trainingsumstände in der Türkei zurück: „Bei Beşiktaş trainierte er oft allein, deshalb passiert so etwas.“ Mourinho zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass Silva nach einer weiteren vollen Trainingswoche mehr Spielzeit erhalten könne.