Die vorzeitige Rückkehr von Victor Osimhen ins Mannschaftstraining von Galatasaray Istanbul sorgt weniger für Jubel als vielmehr für akute Besorgnis. Wenige Tage vor dem richtungsweisenden Derby gegen den Erzrivalen Fenerbahçe warnen die Vereinsärzte eindringlich vor einem zu frühen Einsatz des nigerianischen Torjägers im anstehenden Ligaspiel gegen Gençlerbirliği. Ein Fehltritt am Samstagabend könnte seine Teilnahme am Saison-Highlight massiv gefährden.
Der 25-jährige Stürmer hatte sich bei der Champions-League-Niederlage an der Anfield Road gegen den FC Liverpool eine Verletzung zugezogen und absolvierte am gestrigen Donnerstag erstmals wieder Teile des Mannschaftstrainings. Doch die medizinische Abteilung des türkischen Rekordmeisters sieht in einer möglichen Nominierung für die Partie in Ankara am 18. April ein unkalkulierbares Risiko. Laut Informationen der Tageszeitung Milliyet wurde Cheftrainer Okan Buruk explizit darauf hingewiesen, dass bereits ein unglücklicher Schlag auf den lädierten Arm ausreichen könnte, um Osimhen für das darauffolgende Derby außer Gefecht zu setzen.
Zwar wurde für den Angreifer bereits eine Spezialbandage angefertigt, doch die Verantwortlichen halten die Gefahr eines Zweikampfes für zu hoch. Selbst ein Kurzeinsatz in der Provinz könnte weitreichende Folgen für das Spitzenspiel gegen Fenerbahçe haben, bei dem Galatasaray kaum auf seinen Top-Torjäger verzichten kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass Osimhen am Samstag tatsächlich Spielpraxis erhält, wird intern als äußerst gering eingestuft. Das medizinische Bulletin spricht von zusätzlichem Zeitbedarf für eine vollständige Genesung.
Gegenüber dem Trainer- und Funktionsteam soll der ehrgeizige Nigerianer jedoch deutlich gemacht haben, dass er auf dem Platz stehen will und vor Ungeduld brennt. Es liegt nun an Okan Buruk, die Vernunft über die Emotionen siegen zu lassen und seinen Star für den Saisonhöhepunkt zu schonen. Das Auswärtsspiel bei Gençlerbirliği wird am Samstag um 19:00 Uhr angepfiffen.