WM 2026: Kanadischer Nationalspieler Koné erleidet Beinbruch nach Foulspiel

19.06.2026 – 11:00 Uhr

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat ihre erste große Schrecksekunde erlebt. Im Gruppenspiel zwischen Kanada und Katar kam es zu einem Zwischenfall, der die Partie überschattete.

Es lief die 51. Minute im ausverkauften BC Place Stadium von Vancouver, als sich ein Zweikampf im Mittelfeld für den kanadischen Nationalspieler Ismaël Koné zum Albtraum entwickelte. Der katarische Spieler Assim Madibo attackierte den 24-Jährigen mit überharter Gewalt. Die Folgen der überharten Attacke waren sofort sichtbar: Koné blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen liegen, sein Bein war unnatürlich abgewinkelt.

Die sofort herbeigeeilten medizinischen Betreuer konnten die schlimme Diagnose schnell bestätigen: ein Bruch. Unter dem betroffenem Schweigen der Zuschauer wurde der sichtlich geschockte Mittelfeldspieler minutenlang auf dem Platz behandelt und anschließend auf einer Trage vom Feld gebracht.

Schiedsrichter zückt nach Videobeweis Rot

Nach dem brutalen Foul brach kurzzeitig hektische Unruhe aus. Spieler und Betreuer beider Mannschaften gerieten an der Seitenlinie aneinander. Wortgefechte und heftiges Gestikulieren prägten die Szenerie. Die Unparteiischen mussten schlichtend eingreifen, um eine Eskalation zu verhindern.

Während die Gemüter langsam abkühlten, nahm der Schiedsrichter die strittige Szene noch einmal unter die Lupe. Nach Konsultation der Videoaufnahmen via VAR änderte er seine ursprüngliche Entscheidung. Statt einer Gelben Karte zeigte er Madibo die Rote Karte. Der Katarer, der selbst vom Ausmaß der Verletzung sichtlich betroffen wirkte, verließ ohne weiteren Protest den Platz.

Die Partie wurde nach einer längeren Unterbrechung fortgesetzt. Doch zu diesem Zeitpunkt war der sportliche Ausgang des Duells in der Gruppe B längst zur Nebensache geworden. Die Gedanken waren bei Ismaël Koné, für den der Traum von der Heim-WM auf brutalste Weise geplatzt war.