WM 2026 in den USA: Künstliche Intelligenz simuliert möglichen Turnierverlauf der Türkei

04.06.2026 – 12:00 Uhr

Wenige Tage vor Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hat die türkische Nationalmannschaft ihr endgültiges Aufgebot bekannt gegeben und ist mit Sonderkonvois in ihr Quartier in den Vereinigten Staaten gereist. Parallel dazu sorgt eine ungewöhnliche Prognose für Aufsehen. Eine Analyse der KI ChatGPT wagt detaillierte Vorhersagen über den Turnierverlauf der Türkei – inklusive Gegner und Runden.

Die von Trainer Vincenzo Montella ausgewählte Mannschaft trifft in der Gruppe D auf Gastgeber USA, Paraguay und Australien. Laut der KI handelt es sich dabei um eine ausgeglichene, aber lösbare Aufgabe. Bereits das Auftaktspiel gegen Australien wird als richtungsweisend eingestuft. Die Simulation erwartet einen 2:1-Sieg der Türkei, getragen von der Offensivqualität um Arda Güler, Barış Alper Yılmaz, Kenan Yıldız und Kapitän Hakan Çalhanoğlu.

Im zweiten Gruppenspiel gegen Paraguay, das als physisch starkes und defensiv kompaktes Team beschrieben wird, prognostiziert das Modell ein 1:1-Unentschieden. Auch das abschließende Duell mit dem Co-Gastgeber USA endet in der KI-Berechnung remis – ebenfalls 1:1. In der fiktiven Abschlusstabelle ziehen die USA mit sieben Punkten als Gruppensieger in die K.-o.-Runde ein, gefolgt von der Türkei mit fünf Zählern. Paraguay (4) und Australien (0) wären demnach ausgeschieden.

Möglicher Achtelfinalgegner und historische Parallelen

Als Gruppenzweiter würde die Türkei im Sechzehntelfinale auf den Zweitplatzierten der Gruppe G treffen. In dieser Staffel befinden sich Belgien, Ägypten, Iran und Neuseeland. Die KI hält Ägypten für den wahrscheinlichsten und zugleich günstigsten Gegner. In der Simulation setzt sich die Türkei mit 2:1 durch und erreicht das Achtelfinale. Die Wahrscheinlichkeit für ein Weiterkommen in dieser Runde beziffert das Modell auf 60 Prozent.

In der Runde der letzten 16 wird es deutlich schwieriger. Als mögliche Kontrahenten nennt die Analyse Belgien, Frankreich, die Niederlande oder Deutschland. Das optimistischste Szenario sieht ein Duell mit den Belgiern vor, deren sogenannte „Goldene Generation“ sich dem Ende zuneigt. Die KI simuliert ein 1:1 nach Verlängerung und ein Weiterkommen der Türkei im Elfmeterschießen – die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei 45 Prozent.

Endstation im Viertelfinale?

Ein Einzug ins Viertelfinale würde mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Partie gegen einen Titelkandidaten bedeuten. Genannt werden Argentinien, Spanien, Frankreich oder Brasilien. Im wahrscheinlichsten Fall träfe die Türkei auf Frankreich. Die Prognose fällt hier ernüchternd aus: Eine 0:2-Niederlage würde das Turnier-Aus bedeuten.

Die KI beziffert die Wahrscheinlichkeit, die Gruppenphase zu überstehen, auf 65 Prozent und die Wahrscheinlichkeit, ins Achtelfinale einzuziehen, auf 55 Prozent. Die Chance auf eine Viertelfinalteilnahme liegt bei 25 bis 30 Prozent und die Wahrscheinlichkeit für einen Halbfinaleinzug bei zehn Prozent. Den Titelgewinn stuft das Modell mit weniger als einem Prozent als äußerst unwahrscheinlich ein.

Trotz dieser nüchternen Zahlen verweist die Analyse auf das Potenzial des aktuellen Kaders: Mit technisch versierten Akteuren wie Arda Güler, Kenan Yıldız, Hakan Çalhanoğlu und Ferdi Kadıoğlu verfügt die Mannschaft über Spieler, die auf europäischem Spitzenniveau den Unterschied ausmachen können. Bei einer günstigen Auslosung und ansteigender Formkurve ist – ähnlich wie beim historischen dritten Platz 2002 – ein Vorstoß bis ins Viertelfinale oder sogar Halbfinale theoretisch denkbar.