Der türkische Fußballprofi Kerem Demirbay hat mit Äußerungen über seine Zeit bei Galatasaray Istanbul für Aufsehen gesorgt. Der Mittelfeldspieler, der inzwischen für Kasimpasa spielt, hatte in einem Interview mit dem Journalisten Yağız Sabuncuoğlu auf die Frage nach den vier aufeinanderfolgenden Meisterschaften der Gelb-Roten geantwortet: „Wenn ich sage, was ich denke, wird es überall gewaltig knallen.” Wirklich. Ich liebe meine ehemaligen Teamkollegen sehr. Aber alles ist nicht so, wie es von außen aussieht. Glaub mir.“ Auf Nachfrage ergänzte er: „Das kann ich nicht sagen. Alle schlucken es, glaub mir. Na ja. Möge es für alle zum Besten sein.“
Nach Kritik folgt Klarstellung
Nach diesen Äußerungen sah sich Demirbay zu einer Klarstellung veranlasst. Über sein X-Konto erklärte er, seine Worte seien verzerrt wiedergegeben worden. Die Meisterschaften von Galatasaray in den vergangenen vier Jahren seien „das Ergebnis großer Arbeit, Hingabe und Kampfes”. Er selbst sei zwei Jahre lang Teil dieses Prozesses gewesen und habe „am eigenen Leib erfahren, wie groß der Kampf hinter diesen Erfolgen war”. In diesem Zeitraum habe die Mannschaft „viele Schwierigkeiten materieller und immaterieller Art” durchlebt. „Aber das Erlebte blieb immer innerhalb der Mannschaft und wurde nicht nach außen getragen. Das war auch richtig so. Denn wir haben uns ohne Ausreden auf unsere Ziele konzentriert“, so Demirbay weiter.
„Schwierigkeiten mindern den Wert nicht“
Der Profi betonte, dass es ihm in dem Interview darum gegangen sei, deutlich zu machen, dass „die durchlebten Schwierigkeiten den Wert der errungenen Meisterschaften nicht mindern, sondern im Gegenteil zeigen, wie viel Arbeit und Hingabe dahinterstecken”. Er sei sich der Verstimmung bewusst, die durch die verzerrte Wiedergabe seiner Aussagen in der Galatasaray-Gemeinde entstanden sei, und bedauere dies. Es sei nie seine Absicht gewesen, die Leistung seiner Mitstreiter oder den Wert der gewonnenen Titel infrage zu stellen. „Das würde vor allem bedeuten, meine eigene Arbeit infrage zu stellen”, erklärte Demirbay abschließend.