Eine Ankunft, die eine ganze Stadt lahmlegte: Der Wechsel des ägyptischen Superstars Mohamed Salah zu Trabzonspor elektrisiert die internationale Fußballwelt. Nach dem Ende seiner historischen Ära beim FC Liverpool unterschrieb der 34-Jährige einen Zweijahresvertrag beim türkischen Erstligisten und setzte damit einem wochenlangen Transferpoker ein spektakuläres Ende.
Ursprünglich galt ein Wechsel in die saudi-arabische Liga als wahrscheinlich; auch türkische Spitzenklubs wie Beşiktaş bemühten sich intensiv um den Flügelstürmer. Laut übereinstimmenden internationalen Medienberichten scheiterten die Verhandlungen mit dem Istanbuler Traditionsverein jedoch letztlich an den finanziellen Forderungen. Trabzonspor nutzte die Gunst der Stunde und überbot die Konkurrenz mit einem finalen Angebot, das selbst die Offerten aus Saudi-Arabien in den Schatten stellte.
Die Reaktionen in den europäischen Sportredaktionen fallen überschwänglich aus. Die spanische Sportzeitung AS titelte angesichts der Szenen am Trabzon Airport mit einem „bisher beispiellosen Empfang” und konstatierte: „Eine stillgelegte Stadt und ein neuer König, der türkischen Boden betritt”. Auch Marca zeigte sich fassungslos: „Unglaublich! Salah unterschreibt bei Trabzonspor.”
Die britische Boulevardzeitung The Sun spricht von einer „Salah-Manie“, die die Türkei derzeit erfasst hat. Tausende Anhänger bereiteten dem Neuzugang am Flughafen einen ohrenbetäubenden Empfang mit Bengalos, Feuerwerk und Dauerhupen. Salah, der in Liverpool jahrelang die Nummer 11 getragen hatte, wird bei den Bordeauxrot-Blauen künftig mit der prestigeträchtigen Rückennummer 10 auflaufen – jene Nummer trägt er bereits in der ägyptischen Nationalmannschaft.
Laut dem deutschen Fachmagazin Kicker bot sich den Fans ein „außergewöhnlicher Empfang”, der über Stunden das öffentliche Leben der Schwarzmeer-Metropole prägte. Die italienische La Gazzetta dello Sport resümierte hingegen nüchtern, dass Salah nach langwierigem Werben von Beşiktaş letztlich das Angebot von Trabzonspor akzeptiert habe.
Mit diesem Transfermanöver sticht der Verein von Präsident Ertuğrul Doğan nicht nur nationale Rivalen, sondern auch finanzstarke internationale Wettbewerber aus und vollzieht den wohl schillerndsten Transfer der türkischen Ligageschichte.