Ein britischer Extremsportler hat in 37 Tagen 1.700 Kilometer durch drei Länder zurückgelegt und ist damit in der Türkei angekommen. Seine Mission: ein Zeichen für psychische Gesundheit setzen.
Nach einer 37-tägigen Laufreise durch Albanien, Griechenland und die Türkei ist der Brite Nicholas Coats in Ürgüp eingetroffen, einem bedeutenden Tourismusziel in der Region Kappadokien. Nach eigenen Angaben legte er auf seiner Route durchschnittlich 45 bis 50 Kilometer pro Tag zurück, insgesamt rund 1.700 Kilometer. Am Zielort wurde er von seinen Eltern, seiner Freundin sowie zahlreichen Anwohnern und Sportlern empfangen.
Coats, der eigenen Angaben zufolge seit Langem eine Teilnahme am Salomon Cappadocia Ultra Trail anstrebte, verband sein sportliches Ziel mit einem karitativen Anliegen. Der ehemalige Soldat plante, zwei Veranstaltungen in einer einzigen Reise zu kombinieren: den in Albanien ausgetragenen Wohltätigkeitslauf „Ultra for Charity” und den Ultra Trail in Kappadokien. Seine Route hatte er eigenen Angaben zufolge mithilfe von Google Maps von seinem Wohnort Dubai aus berechnet. Am kommenden Samstag will er am Salomon Cappadocia Ultra Trail teilnehmen. Bis dahin möchte er sich ausruhen und regenerieren.
Der Läufer berichtete, dass er während der gesamten Reise täglich mit körperlichen und mentalen Belastungen konfrontiert gewesen sei. Besonders der letzte Tag sei schwierig verlaufen. In den letzten 20 Kilometern habe er große Erschöpfung verspürt und zeitweise geglaubt, nicht mehr weitermachen zu können. Nach einer Mahlzeit, Wasser und einer kurzen Pause konnte er seine Reise jedoch fortsetzen und sein Ziel erreichen. Unterstützung erhielt er eigenen Angaben zufolge von seiner Familie, seiner Freundin und Freunden sowie von ihm unbekannten Menschen in der Türkei, Griechenland und Albanien. Auch die Glückwünsche und Zuspruchsbotschaften in den sozialen Medien hätten ihn emotional berührt.
Coats sammelt nach eigenen Angaben Spenden für die in Großbritannien ansässige Hilfsorganisation „Checking on a Mate“. Mit seiner Reise unter dem Motto „Unbound – Das Schweigen brechen” will er das Bewusstsein für psychische Gesundheit schärfen und einen Beitrag zur Suizidprävention leisten. Er betonte, wie wichtig es sei, dass Menschen sich gegenseitig nach ihrem Befinden fragen und in schwierigen Zeiten füreinander da sind. Zudem forderte er, dass über psychische Erkrankungen offener gesprochen werden müsse. Das zentrale Anliegen seiner Aktion ist es, Menschen in schwierigen Lebenslagen daran zu erinnern, dass sie nicht allein sind, und sie zu ermutigen, über ihre Erfahrungen zu sprechen und Hilfe anzunehmen.