Im Tauziehen um die Zukunft von Stürmerstar Mauro Icardi droht Galatasaray Istanbul der Verlust seines Kapitäns. Nachdem der Vertrag des 31-jährigen Argentiniers offiziell abgelaufen ist, liegen die Fronten zwischen Klub und Spielerseite offenbar weit auseinander. Nun hat Icardis Berater Elio Pino erstmals Einblicke in die stockenden Verhandlungen gewährt.
Um den festgefahrenen Poker zu lösen, hatte Klubpräsident Dursun Özbek den Spieleragenten eigens zu einem Krisengespräch nach Istanbul zitiert. Doch eine Einigung wurde nicht erzielt. „Wir sind mit Präsident Dursun Özbek zusammengekommen. Allerdings gibt es bei der Vertragsverlängerung noch einige Hindernisse. Die Gespräche dauern derzeit an“, erklärte Pino gegenüber dem Sender Tivibu Spor und bestätigte damit indirekt die Dissonanzen.
Hinter den Kulissen tobt ein Verteilungskampf um das Salär des Torjägers. Laut übereinstimmenden Medienberichten fordert die finanziell angeschlagene Vereinsführung von Icardi einen radikalen Gehaltsverzicht. Statt der bisher kolportierten zehn Millionen Euro Jahresgage soll der Angreifer Einschnitte von mehr als 50 Prozent hinnehmen. Diese Forderung blockiert offenbar eine zeitnahe Lösung.
Die sportliche Bilanz des erfahrenen Mittelstürmers liest sich trotz einer wechselhaften Saison solide: In 47 Pflichtspielen, in denen er insgesamt 2 093 Minuten auf dem Rasen stand, erzielte Icardi 16 Tore und bereitete drei weitere vor. Ob diese Quote reicht, um die Klubführung umzustimmen, oder ob Icardi zu einem anderen Verein wechselt, ist völlig offen.