Türkische Nationalmannschaft: Imagewechsel bei Demiral und Elmalı nach Australien-Niederlage

16.06.2026 – 11:00 Uhr

Nach der überraschenden 0:2-Auftaktniederlage der türkischen Nationalmannschaft gegen Australien bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 haben zwei Leistungsträger mit radikalen Imagewechseln auf den sportlichen Fehlstart reagiert.

Besonders im Fokus steht Abwehrspieler Merih Demiral. Der 28-Jährige hatte mit einer kritischen Äußerung nach dem Schlusspfiff für Aufregung gesorgt und sich nun von seinem markanten Schnauzbart getrennt. Demiral hatte im Zuge der Niederlage gesagt: „In unserem Land können gute wie schlechte Tage übertrieben werden. Wir müssen eine gute Balance finden.” In den sozialen Medien wurde diese Aussage vielfach als mangelnde Kritikfähigkeit und als Abwehrreaktion auf eine legitime Analyse gewertet.

Nun folgte der optische Schnitt: Bei der ersten Trainingseinheit zur Vorbereitung auf das nächste Gruppenspiel gegen Paraguay präsentierte sich der Innenverteidiger glattrasiert. Medienvertreter vor Ort beobachteten die Veränderung und berichteten übereinstimmend davon.

Zeitgleich kehrte auch Linksverteidiger Eren Elmalı zu einem konventionelleren Erscheinungsbild zurück. Der 24-Jährige ließ seine auffälligen, zu Rastazöpfen geflochtenen Haare wieder in ihre natürliche Form bringen.

NTV-Sportchef Emin Çağlar schilderte die Stimmung beim Training als merklich gedämpft. Man habe weniger Lächeln in den Gesichtern der Spieler gesehen. Trainer Vincenzo Montella sei in seiner Ansprache während der ersten 15 Minuten der für die Presse geöffneten Einheit ruhig und sachlich geblieben. Montella habe kaum Mahnungen an die Mannschaft gerichtet, sondern sofort mit den taktischen Vorbereitungen für die Begegnung mit Paraguay begonnen, so Çağlar. Dem Vernehmen nach probierte der italienische Coach dabei bereits sieben bis acht Positionen seiner voraussichtlichen Startformation aus.