Die türkische Herren-Volleyballnationalmannschaft hat ihre Vorbereitung auf das erste Gruppenspiel der CEV-Europameisterschaft 2026 abgeschlossen. Am morgigen Mittwoch trifft das Team von Cheftrainer Slobodan Kovač in der Gruppe D auf Deutschland. Die Partie wird um 20:00 Uhr türkischer Zeit (TSI) angepfiffen. Am Dienstag absolvierte die Auswahl im rumänischen Cluj-Napoca in der BT Arena ihre abschließende Trainingseinheit.
Im Anschluss äußerten sich die Nationalspieler Efe Bayram und Ahmet Tümer gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu (AA) zu ihren Erwartungen an das Turnier.
Efe Bayram: „VNL-Erfahrung soll sich in EM-Erfolg umwandeln“
Der Außenangreifer erklärte, das Team habe eine gute Vorbereitungsphase hinter sich. Man habe einen guten Sommer verbracht. In der Nations League (VNL) habe man einen historischen ersten Erfolg gefeiert, der dem Team viel Erfahrung gebracht habe. Zwar seien einige Spieler nicht dabei oder neu hinzugekommen, doch das Motto laute: „Keine Ausreden mehr.“ Die in der VNL gesammelten Erfahrungen wolle man in die Europameisterschaft einbringen und auch dort Geschichte schreiben.
Seit der Weltmeisterschaft 2025 habe die Mannschaft eine Aufwärtsentwicklung genommen, so Bayram. Der bei der WM erzielte Erfolg und der historische Abschnitt in der VNL in diesem Jahr hätten gezeigt, wozu das Team fähig ist. Die Mannschaft sei zu einem Team geworden, das auf dem Spielfeld Respekt einflößt. Das Ziel bei diesem Turnier ist es, erneut erfolgreich zu sein: zunächst das Viertelfinale, dann das Halbfinale zu erreichen und eine Medaille zu gewinnen.
Lob für Cheftrainer Kovac
Zudem äußerte sich Bayram zufrieden über die Herangehensweise von Cheftrainer Kovac. Dieser begegne dem Team eher wie ein Vater seinen Kindern oder ein älterer Bruder seinen jüngeren Geschwistern, statt rein professionell. Er habe den Geist innerhalb der Mannschaft geweckt und passe perfekt zur Teamchemie. Bayram, der bereits auf Vereinsebene mit Kovac zusammengearbeitet hatte, betonte, der Trainer habe der Mannschaft viel vermittelt und werde von allen sehr geschätzt.
Ahmet Tümer: „Ein Viertelfinale ist für uns kein Erfolg mehr“
Mittelblocker Ahmet Tümer erklärte, das Team habe physisch und mental an seine Grenzen gegangen und die Messlatte nach der Weltmeisterschaft und der VNL höher gelegt. Man wolle die erreichte Form halten und sei bereit für das Deutschland-Spiel.
Tümer betonte: „Nach der VNL und der WM haben wir die Messlatte höher gelegt. Das wollen wir fortsetzen und auf dem Podium stehen. Denn ein Viertelfinale ist für uns kein Erfolg mehr. Wir wollen unbedingt eine Medaille gewinnen und auf dem Podest stehen.“ Man hoffe, morgen gut in das Turnier zu starten und dies fortzuführen.
Der 24-jährige Mittelblocker bezeichnete das Potenzial der Mannschaft als hoch. Sie seien ein junges und dynamisches Team. Es habe einige Rückschläge gegeben: Zwei Spieler seien nicht dabei und es gebe Verletzte. Dennoch stünden hier die 14 wertvollsten Sportler der Türkei, die alle ihr Bestes geben würden. In der VNL habe man mit Ausfällen gespielt und dennoch das erfolgreichste Jahr absolviert. Das Ziel sei eindeutig das Podium, denn ohne Medaille werde nichts als Erfolg gewertet. Man darf sich mit dem guten Abschneiden in der VNL nicht zufriedengeben, sondern muss stets eine Medaille anstreben.
Die Begegnung zwischen der Türkei und Deutschland findet am Mittwoch um 19:00 Uhr MESZ statt.