Kurz vor dem Ende der laufenden Spielzeit hat die türkische Fußballföderation (TFF) eine richtungsweisende Entscheidung zur Ausländerregelung der kommenden Saison getroffen. Entgegen der ursprünglichen Planung bleibt den Vereinen der Süper Lig ein größerer Spielraum erhalten, da das Limit nicht verschärft wird. Laut einem Bericht der türkischen Zeitung Sabah hat der Verband die Klubs bereits über die Beibehaltung des Status quo informiert.
Konkret bedeutet dies, dass auch in der Spielzeit 2026/27 die aktuelle Regelung von „12+2” gültig bleibt. Die TFF hatte zuvor öffentlich angekündigt, die Zahl der spielberechtigten ausländischen Profis pro Kader von 14 auf „10+4” reduzieren zu wollen. Diese für die Kaderplanung vieler Traditionsklubs einschneidende Änderung wird nun zunächst ausgesetzt.
Die Feinheiten der Regelung bleiben bestehen. Die beiden zusätzlichen Plätze über die Basis von zwölf Ausländern hinaus sind weiterhin an eine Altersgrenze gekoppelt. In der aktuellen Saison profitieren Spieler der Jahrgänge 2003 und jünger von dieser Sonderregelung. Ab der neuen Saison gilt die Altersgrenze dann für die Jahrgänge 2004 und jünger.
Hintergrund der Entscheidung soll der geschlossene Widerstand der 18 Erstligisten sein. Laut Medienberichten hatten die Klubs zuvor einhellig beim TFF interveniert und sich für den Fortbestand der liberaleren Auslegung ausgesprochen. Durch die nun erfolgte Benachrichtigung durch den Verband erhalten die Vereine Planungssicherheit für die anstehende Transferperiode im Sommer.