Die türkische Frauen-Nationalmannschaft hat bei der Volleyball-Europameisterschaft 2026 den nächsten Schritt Richtung Titel gemacht. Im Viertelfinale setzte sich die Türkei mit 3:1 gegen Deutschland durch und steht damit im Halbfinale.
Vor heimischem Publikum erwischte die Türkei einen starken Start. Angeführt von Melissa Vargas erspielte sich das Team früh eine Führung und zwang Deutschland beim Stand von 15:10 bereits zur zweiten Auszeit. Die Gastgeberinnen ließen sich davon nicht beeindrucken und entschieden den ersten Satz mit 25:18 für sich.
Deutschland kam anschließend deutlich besser ins Spiel. Die Mannschaft erwischte im zweiten Satz den besseren Start und ging mit 6:1 in Führung. Die Türkei kämpfte sich zwar zurück und verkürzte den Rückstand zwischenzeitlich auf zwei Punkte, doch Deutschland blieb in den entscheidenden Phasen konzentriert. Mit 25:22 glich die deutsche Auswahl zum 1:1 aus.
Der dritte Satz begann zunächst ausgeglichen. Die Türkei reduzierte jedoch ihre Fehlerquote, erhöhte den Druck und setzte sich immer weiter ab. Eine zwischenzeitliche Führung von sieben Punkten brachte Deutschland aus dem Rhythmus. Am Ende ging der Satz mit 25:18 an die Türkei.
Im vierten Durchgang entwickelte sich erneut ein enges Duell. Die Türkei führte zwischenzeitlich mit 16:13, ehe Deutschland drei Punkte in Folge holte und zum 16:16 ausglich. Die Türkinnen reagierten prompt und legten eine 5:0-Serie hin. In der Schlussphase übernahm Vargas erneut Verantwortung und führte ihr Team zum 25:22 im vierten Satz.
Damit war der 3:1-Sieg perfekt – und die Türkei zog ins Halbfinale der Europameisterschaft ein.
Dort wartet am 5. September Serbien. Für die „Filenin Sultanları“ geht es dann um den Einzug ins EM-Finale.
Sportminister Osman Aşkın Bak auf der Tribüne
Das Viertelfinale verfolgte auch der türkische Jugend- und Sportminister Osman Aşkın Bak live in der Halle. Er saß neben dem Präsidenten des türkischen Volleyballverbands, Mehmet Akif Üstündağ.