Der Rekordmeister Real Madrid ist überraschend im Achtelfinale des spanischen Königspokals ausgeschieden. Die Mannschaft von Interimstrainer Álvaro Arbeloa verlor am Donnerstagabend gegen den Zweitligisten Albacete Balompié mit 2:3 (1:1).
Für den haushohen Favoriten aus der Hauptstadt war es die zweite Niederlage innerhalb kurzer Zeit. Erst vor wenigen Tagen hatte Madrid das Supercup-Finale gegen den Erzrivalen FC Barcelona verloren. In der Liga liegt der Verein vier Punkte hinter dem Tabellenführer FC Barcelona.
Das Spiel im Estadio Carlos Belmonte entwickelte sich zur Sensation. Albacete, das in der zweiten Liga nur auf dem 17. Platz steht, ging in der 42. Minute durch Javi Villar in Führung. Real Madrid glich kurz vor der Halbzeitpause durch Franco Mastantuono aus (45.+3).
In der Schlussphase drehte der Underdog das Spiel jedoch. Jefte Betancor brachte Albacete in der 82. Minute erneut in Führung. Obwohl Gonzalo García von Real Madrid in der Nachspielzeit erneut ausglich (90.+1), gelang Betancor der alles entscheidende Siegtreffer für den Heimverein in der vierten Minute der Nachspielzeit.
Für den türkischen Nationalspieler Arda Güler von Real Madrid war es ein denkwürdiger Abend. Er spielte durch und bereitete den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer seiner Mannschaft vor.
Der Sieg ist einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte von Albacete, das sich damit für das Viertelfinale qualifiziert hat. Für Álvaro Arbeloa, der erst vor Kurzem den zu Bayer Leverkusen gewechselten Xabi Alonso an der Madrider Seitenlinie abgelöst hatte, war es die erste Niederlage in seiner neuen Rolle als Cheftrainer der Königlichen.