Trabzonspor sucht weiterhin nach einem neuen Cheftrainer. Nach dem Ausscheiden in der UEFA Europa League gegen Ferencváros und der anschließenden Niederlage in der Süper Lig gegen Amedspor haben sich die Verantwortlichen von Fatih Tekke getrennt. Nun prüft der Klub mehrere Optionen.
Als stärkster ausländischer Kandidat gilt Vitor Pereira. Gleichzeitig mehren sich innerhalb des Vereins die Stimmen, die eine Rückkehr von Şenol Güneş befürworten. Angesichts der Kosten eines ausländischen Trainers und der Zeit, die dieser zur Eingewöhnung in die Liga benötigen würde, zeigt sich ein Teil der Vereinsführung gegenüber der Güneş-Lösung aufgeschlossen.
Unabhängig von der Entscheidung auf der Trainerposition steht bereits fest, dass Hüseyin Çimşir und Ergin Keleş dem Trainerteam erhalten bleiben sollen. Darüber hinaus hat sich der Verein mit Engin Keleş auf eine Tätigkeit als Klubtrainer verständigt. Keleş, ein Eigengewächs des Vereins, war nach seiner Spielerkarriere bei Kastamonuspor tätig und gehörte zuletzt in der Saison 2024/25 dem Trainerteam von Metin Diyadin bei Gençlerbirliği an.
Für den Fall einer Verpflichtung von Şenol Güneş wird laut übereinstimmenden Berichten zudem ein alternatives Modell diskutiert. Demnach könnten Çimşir und Keleş mehr Verantwortung im sportlichen Tagesgeschäft übernehmen, während Güneş als übergeordnete Instanz in der fußballerischen Struktur des Vereins positioniert würde.
Nach der 1:2-Niederlage bei Amedspor und der Trennung von Tekke trat Trabzonspor unter der Leitung von Hüseyin Çimşir im Spiel gegen Gençlerbirliği an. Der 5:0-Sieg sorgte für eine deutliche Entlastung: Stürmer Onuachu beendete mit zwei Treffern eine wochenlange Torflaute.
Sollte es zu einer Einigung mit Güneş kommen, wäre es dessen sechste Amtszeit bei Trabzonspor. Seine fünfte Amtsperiode hatte nur kurz gedauert: Nach der Trennung von Abdullah Avcı hatte der Klub Güneş am 3. September unter Vertrag genommen – mit einer Laufzeit von drei Jahren plus Option. Das Engagement endete jedoch bereits nach 188 Tagen. Unter Güneş bestritt die Mannschaft 26 Pflichtspiele in der Süper Lig und im Ziraat Türkiye Kupası und verzeichnete dabei zehn Siege, sieben Unentschieden und neun Niederlagen.
Eine endgültige Entscheidung über die Trainerposition wird noch in dieser Woche erwartet.