Ein Fußballabend der Extreme in der Allianz Arena: Trotz eines frühen Doppelschlags des türkischen Jungstars Arda Güler setzte sich der FC Bayern München in einem wilden 4:3 (2:2)-Spiel gegen Real Madrid durch und steht im Halbfinale der UEFA Champions League. Mit einem Gesamtergebnis von 6:4 ziehen die Münchner durch den Sieg im Viertelfinal-Rückspiel in die Runde der letzten Vier ein.
Die Partie begann mit einem Paukenschlag, der das Publikum im weiten Rund für einen Moment erstarren ließ. Gerade einmal 35 Sekunden waren gespielt, da zappelte der Ball bereits im Netz der Bayern – allerdings auf der falschen Seite. Arda Güler nutzte eine Unachtsamkeit in der Münchner Hintermannschaft eiskalt aus und erzielte damit nicht nur sein erstes Tor in der Königsklasse für die Blancos, sondern auch den schnellsten Treffer der Madrilenen in der Geschichte des Wettbewerbs.
Doch der junge Türke hatte seinen großen Abend noch nicht beendet. In der 29. Minute schlug er erneut zu und stellte mit seinem zweiten Tor den Spielstand auf 2:1 für die Gäste (nach zwischenzeitlichem Ausgleich der Bayern). Güler avancierte damit endgültig zum prägenden Mann der ersten Hälfte. Sein persönlicher Glanz reichte jedoch nicht aus, um das Momentum dauerhaft auf die Seite der Königlichen zu ziehen.
Bayern München, das das Hinspiel im Bernabéu bereits mit 2:1 für sich entschieden hatte, bewies in der zweiten Halbzeit Nehmerqualitäten und eine enorme Effizienz im Abschluss. In einer dramatischen Schlussphase, in der sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch lieferten, zogen die Gastgeber den Kopf aus der Schlinge. Entscheidend waren die späten Treffer in der 89. Minute und in der vierten Minute der Nachspielzeit (90.+4), die den 4:3-Endstand besiegelten.
Während Arda Güler mit hängendem Kopf vom Platz schlich, brachen auf den Rängen alle Dämme. Für Real Madrid endet die europäische Reise damit trotz einer couragierten Leistung und eines historischen Gala-Auftritts ihres Mittelfeldjuwels im Viertelfinale.