Die Zukunft von Hakan Çalhanoğlu bei Inter Mailand ist weiterhin ungeklärt. Der Vertrag des türkischen Nationalspielers läuft am Saisonende aus. Laut übereinstimmenden Medienberichten bemüht sich der italienische Meister um eine Verlängerung zu reduzierten Bezügen, eine Einigung steht jedoch bislang aus. Der 30-jährige Mittelfeldspieler wurde zuletzt auch mit Galatasaray Istanbul und Fenerbahçe in Verbindung gebracht.
Nun hat sich Antonio Cabrini in die Debatte eingeschaltet. Der frühere Juventus-Profi und italienische Weltmeister von 1982 sagte der Sportzeitung „Tuttosport”, Juventus Turin solle im Werben um Çalhanoğlu aktiv werden, falls Inter keine Verlängerung zustande bringt. „Ich würde mich im Mittelfeld an Hakan Çalhanoğlu wenden. Wenn er seinen Vertrag bei Inter nicht verlängert, wäre das eine Gelegenheit, die Juve sehr ernst nehmen müsste. Er ist ein Spieler, der das Gesicht einer Mannschaft verändern kann“, so Cabrini.
Cabrini stärkt Spalletti den Rücken
Zugleich sprach sich der 67-Jährige dafür aus, an Trainer Luciano Spalletti festzuhalten. Ein Wechsel auf der Trainerbank während der laufenden Saison sei nicht sinnvoll. „Ich würde ihn auf jeden Fall behalten. Spalletti ist ein ausgezeichneter Trainer, ein Gewinner, und er braucht Vertrauen“, sagte Cabrini. Er vertritt die Theorie, dass nur etwa 20 Prozent der Ergebnisse vom Trainer abhängen, der Rest liege bei den Spielern.
Juventus vermisst Kenan Yıldız
Cabrini äußerte sich zudem zur Personalsituation bei Juventus. Der Rekordmeister leidet in dieser Saison besonders unter dem Ausfall von Kenan Yıldız. „Alle großen Teams haben Verletzungsprobleme. Juventus geht durch eine ähnliche Situation. Der Spieler, den sie am meisten vermissen, ist eindeutig Kenan Yıldız“, sagte er. Der türkische Nationalspieler hatte sich am Fuß verletzt und in dieser Saison nur ein Spiel bestritten, zuletzt am 23. August gegen Frosinone.
Cabrini betonte, Juventus müsse sowohl in der Wintertransferperiode als auch im kommenden Sommer den Kader verstärken. Die von ihm geforderte Verpflichtung Çalhanoğlus wäre demnach ein zentraler Baustein dieser Planungen.