Beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid verdichten sich die Anzeichen für interne Spannungen. Auslöser ist unter anderem die Situation um den türkischen Nationalspieler Arda Güler. Dieser zeigte sich laut Berichten zunehmend enttäuscht über seine sportliche Rolle und den Umgang durch Trainer Álvaro Arbeloa.
Nach dem Champions-League-Spiel gegen Benfica, in dem Güler ausgewechselt wurde und daraufhin unzufrieden reagierte, rückten die Zustände in der Kabine in den Fokus der Öffentlichkeit. Spanische Medien berichten von einer angespannten Atmosphäre innerhalb der Mannschaft. Insbesondere Arbeloas Führungsstil soll bei mehreren Spielern auf Kritik stoßen.
Demnach wird intern bemängelt, dass die Einsatzzeiten und die Rollenverteilung als unausgewogen wahrgenommen werden. Einige Profis hätten den Eindruck, dass bestimmte Akteure unabhängig von ihrer Leistung bevorzugt würden. Im Zentrum dieser Wahrnehmung stehen die Offensivstars Kylian Mbappé, Vinícius Júnior und Jude Bellingham, deren Stellenwert im Team als unangetastet gilt.
Arda Güler soll sich trotz Trainingsfleiß und professionellem Auftreten nicht ausreichend berücksichtigt fühlen. Laut einem Bericht der Zeitung El Nacional hat der 19-Jährige den Eindruck gewonnen, dass seine Leistungen kaum Einfluss auf die Entscheidungen des Trainerteams haben. Diese Erfahrung habe zu wachsender Frustration geführt und das Verhältnis zwischen Spieler und technischem Stab spürbar belastet.
Besonders irritiert zeigt sich Güler über die Sonderstellung von Jude Bellingham. Während andere Spieler bei Fehlern schnell ihren Platz verlieren, wird dem englischen Nationalspieler nahezu bedingungsloses Vertrauen entgegengebracht. Laut Medienberichten sorgt diese unterschiedliche Behandlung nicht nur bei Güler, sondern auch bei weiteren Teamkollegen für Unmut.