Im Poker um den türkischen Nationalspieler Kerem Aktürkoğlu klaffen die Vorstellungen von Fenerbahçe Istanbul und dem saudischen Klub Al-Ahli weit auseinander. Wie der Sender beIN SPORTS berichtet, liegt Fenerbahçe ein offizielles Angebot aus Saudi-Arabien vor. Doch zwischen Angebot und Forderung liegen zehn Millionen Euro Differenz.
Al-Ahli soll für den 27-jährigen Offensivakteur eine Ablösesumme von 30 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro mögliche Bonuszahlungen angeboten haben. Die Verantwortlichen von Fenerbahçe lassen sich davon offenbar nicht beeindrucken. Dem Vernehmen nach würde man einen Verkauf des Leistungsträgers erst ab einer Gesamtsumme von 40 bis 45 Millionen Euro ernsthaft prüfen.
Erschwerend für die saudischen Bemühungen kommt hinzu, dass Aktürkoğlu selbst keinerlei Wechselabsichten signalisiert. Der Flügelspieler, dessen Vertrag bei den Gelb-Dunkelblauen noch drei Jahre läuft, möchte seine Karriere Medienberichten zufolge an der Südküste des Bosporus fortsetzen. Zudem steht Fenerbahçe aufgrund der strengen Ausländerregelung des türkischen Fußballverbands TFF unter Zugzwang, einheimische Leistungsträger im Kader zu halten, um keine Personalnot zu riskieren.
Aktürkoğlu blickt auf eine starke Spielzeit zurück: In 44 Pflichtspielen über alle Wettbewerbe hinweg erzielte der Nationalspieler 15 Tore und bereitete zehn weitere Treffer vor. Angesichts dieser Quote und seiner Bedeutung für den Klub, der mit Meisterschaftsambitionen in die Saison gegangen ist, ist ein Abschied unterhalb der hausintern festgelegten Schmerzgrenze derzeit unwahrscheinlich.