Rıza Kayaalp gewinnt 13. EM-Gold und wird alleiniger Rekordhalter im griechisch-römischen Stil

22.04.2026 – 19:30 Uhr

Der türkische Schwergewichts-Ringer Rıza Kayaalp ist endgültig zum alleinigen Rekordhalter der europäischen Ringergeschichte geworden. Bei den Europameisterschaften 2026 in der albanischen Hauptstadt Tirana sicherte sich der 36-Jährige im griechisch-römischen Stil der Klasse bis 130 Kilogramm die 13. Goldmedaille seiner Karriere und überflügelte damit die bisherige Bestmarke des Russen Aleksandr Karelin.

Im Finale des zweiten Wettkampftages ließ Kayaalp dem Ungarn Darius Attila Vitek keine Chance und setzte sich mit 7:1 durch. Nach dem Schlusspfiff küsste der türkische Ausnahmeathlet die Nationalflagge und drehte unter dem Jubel der mitgereisten Fans eine Ehrenrunde auf der Matte. Es war der historische Abschluss einer fast beispiellosen Ära: Kayaalp stand in seiner Laufbahn 15 Mal im EM-Finale und verließ dabei 13 Mal die Matte als Sieger (sowie zweimal als Vize-Europameister in den Jahren 2011 und 2024).

Zuvor hatte sich Kayaalp in der laufenden Konkurrenz ohne Niederlage durch das Turnier gekämpft. Im Achtelfinale bezwang er den Armenier Albert Vardanyan und im Viertelfinale den Russen Marat Kamparov. Das Halbfinale endete vorzeitig, nachdem der Weißrusse Pavel Hlinchuk wegen einer regelwidrigen Aktion disqualifiziert wurde – zu diesem Zeitpunkt führte Kayaalp bereits deutlich mit 4:0.

Mit dem Triumph von Tirana setzte der Türke einen Schlussstrich unter die seit Jahrzehnten bestehende Bestmarke von zwölf EM-Titeln, die er sich bis dahin mit Aleksandr Karelin geteilt hatte. Neben seiner europäischen Dominanz verzeichnet Kayaalps Palmarès fünf Weltmeistertitel (2011, 2015, 2017, 2019 und 2022) sowie insgesamt drei olympische Medaillen (Silber und zweimal Bronze). Die EM-Goldmedaillen des Ausnahmekönners datieren auf die Jahre 2010, 2012 bis 2019 und 2021 bis 2023, gekrönt durch den Coup von 2026.