Nach einer Niederlage und massiven Beleidigungen durch Fans beim Auswärtsspiel von Panathinaikos Athen bei Maccabi Tel Aviv hat der türkische Basketball-Trainer Ergin Ataman scharf Kritik an den Zuständen in der EuroLeague geübt. Nach der 71:75-Niederlage in der höchsten europäischen Spielklasse am Donnerstagabend erklärte der erfahrene Coach wütend, solche Zustände seien „kein Basketball”.
Der Ärger des Trainers der griechischen Spitzenmannschaft und der türkischen Nationalmannschaft entlud sich nach einer durchgehenden Beschimpfungskampagne israelischer Anhänger. „10.000 Leute warteten vor dem Eingang zu den Umkleidekabinen auf mich. Dann beschimpften sie mich 40 Minuten lang während des Spiels“, schilderte Ataman die Vorfälle. Die Verantwortlichen – Schiedsrichter und Ligakommission – hätten nichts unternommen.
Besonders brisant: Ataman zog einen direkten Vergleich zur nordamerikanischen NBA und revidierte damit eine bisher von ihm vertretene Position. „Wir vergleichen die NBA mit der EuroLeague und sagen, die EuroLeague sei die beste Liga der Welt. Aber das hier ist kein Basketball. So etwas habe ich in der NBA nicht gesehen. Ich werde aufhören, die EuroLeague mit der NBA zu vergleichen“, so seine deutlichen Worte.
Sportlich kritisierte Ataman die schlechte Wurfquote seines Teams im letzten Viertel. Trotz guter Verteidigung und neun freier Dreipunktwürfe in der Schlussphase sei nur einer getroffen worden.