Präsident Özbek beendet Musiala-Debatte – Galatasaray plant andere Transfers

29.07.2026 – 18:00 Uhr

Den spektakulären Gerüchten um einen angeblichen Transfer des deutschen Nationalspielers Jamal Musiala zu Galatasaray Istanbul wurde ein jähes Ende gesetzt. Klubpräsident Dursun Özbek beendete die Spekulationen nun mit unmissverständlicher Deutlichkeit und übte gleichzeitig scharfe Kritik an der öffentlichen Debattenkultur.

Gegenüber der türkischen Tageszeitung Sabah dementierte Özbek jegliches Interesse an dem Bayern-Star kategorisch. „Musiala ist nicht auf der Agenda. Sie erfinden solche Themen einfach“, stellte der Vereinsboss klar und beklagte ein wiederkehrendes Muster: „Jedes Jahr sehe ich mich mit denselben Dingen konfrontiert. Ständig heißt es: ‚Wo bleiben die Transfers, was passiert da?‘ Am Ende machen wir unsere Transfers und werden Meister – das nun schon seit vier Jahren.“

Die Meldung einer Einigung mit dem 23-jährigen Offensivakteur, die zuvor wie ein Lauffeuer durch die sozialen Netzwerke gejagt wurde, wurde vom amtierenden türkischen Meister umgehend als haltlos zurückgewiesen. Özbek ließ nun keinen Zweifel daran, dass derartiger digitaler Druck für ihn keinerlei Relevanz besitzt. Auf die immense Resonanz in den sozialen Medien angesprochen, konterte der Präsident kühl: „Ich lasse mich von den sozialen Medien niemals beeinflussen. Ich weiß, was ich tue.“

Trotz der deutlichen Absage an den Namen Musiala verspricht Özbek personelle Nachbesserungen, verweist jedoch auf die komplexen regulatorischen Vorgaben. „Natürlich werden wir Transfers tätigen, das wird jeder sehen. Ich werde nicht aufhören, bevor es erledigt ist“, gab sich der 73-Jährige kämpferisch. Im selben Atemzug dämpfte er jedoch die Ungeduld der Anhängerschaft mit dem Hinweis auf die türkische Ausländerregelung: „Wir haben unsere Spieler-Recherchen, wir haben unsere Planungen. Wir weichen nicht von unserem Weg ab. Habe ich etwa gesagt, dass wir keine Transfers machen? Einige führen immer dasselbe Theater auf, daran haben wir uns gewöhnt. Aber reden denn nicht alle, ohne die 10+4-Regel zu kennen? Wir gehen geplant vor.“