Panathinaikos Athen trennt sich von Cheftrainer Ergin Ataman

16.06.2026 – 16:00 Uhr

Die Erfolgsgeschichte des türkischen Cheftrainers Ergin Ataman beim griechischen Basketball-Großklub Panathinaikos Athen ist vorbei. Der Verein gab am Montag die sofortige Trennung von dem 60-Jährigen bekannt, obwohl dessen Vertrag noch ein Jahr Gültigkeit besaß. In den sozialen Medien verabschiedete sich der Verein mit einer Grafik, die den gemeinsamen Triumphzug symbolisch verdichtet. Vier Pokale in nur drei Spielzeiten.

Ataman hatte das Team 2023 übernommen und die Athener innerhalb eines Jahres von einem sportlichen Tiefpunkt zurück an die europäische Spitze geführt. Der Höhepunkt seiner Amtszeit war der Gewinn der EuroLeague, der Königsklasse des europäischen Basketballs. Hinzu kamen eine griechische Meisterschaft sowie zwei nationale Pokalsiege.

In einer vom Klub verbreiteten Videonachricht, in der er Seite an Seite mit dem umstrittenen Klubbesitzer Dimitris Giannakopoulos zu sehen ist, äußerte sich Ataman emotional, aber gefasst: „Ich bin sehr stolz, mit Pana gearbeitet zu haben. Diese vier Trophäen, besonders die EuroLeague, und die Unterstützung der Panathinaikos-Familie werde ich mein Leben lang in Erinnerung behalten. Jetzt ist es Zeit, eine neue Seite aufzuschlagen.“

Der für seine polarisierenden Auftritte bekannte Giannakopoulos fand ungewohnt warme Worte. Er bezeichnete die Zusammenarbeit als „Traum“ und nannte Ataman seinen „ewigen Favoriten im europäischen Basketball“. Er erinnerte an die schwierige Ausgangslage: „Wir waren 17., ich habe überlegt, wie ich Ergin nur nach Athen bekomme. Er kam und hat uns sofort an die Spitze Europas geführt.“ Der Klubchef sparte jedoch nicht mit einer kryptischen Anspielung auf angebliche Widerstände: Beide seien „Krieger im Kampf gegen das System“ gewesen, sonst hätte man „noch mehr Trophäen geholt“.

Die Trennung scheint einvernehmlich, aber abrupt. Die Reaktionen der Fans unter der Abschiedsmeldung waren dennoch von großer Dankbarkeit gegenüber dem scheidenden türkischen Coach geprägt. Wohin Atamans Weg nun führt, ließ er offen. Giannakopoulos’ abschließende Worte deuten jedoch darauf hin, dass dies nicht das letzte Kapitel sein muss: „Wir sind beide jung. Wer weiß, was die Zukunft bringt.“