Für Fenerbahçe Istanbul steht am Dienstagabend der Einzug in die Play-off-Runde der UEFA Champions League auf dem Programm. Nach dem souveränen 2:0-Hinspielsieg im heimischen Şükrü Saracoğlu Stadium benötigt der türkische Spitzenklub im Rückspiel gegen Sturm Graz nur noch einen Punkt, um die nächste Hürde auf dem Weg in die Gruppenphase zu nehmen. Die Partie im Liebenauer Stadion wird um 20:30 Uhr (MESZ) angepfiffen und steht unter der Leitung des spanischen Schiedsrichters Alejandro Hernández.
Die Ausgangslage ist für die Mannschaft von Trainer José Mourinho äußerst komfortabel. Selbst eine Niederlage mit einem Tor Unterschied würde zum Weiterkommen reichen. Brisant wird es erst bei einem Zwei-Tore-Erfolg der Grazer: In diesem Fall würde die Partie in die Verlängerung gehen. Ein Sieg der Österreicher mit drei oder mehr Toren Unterschied würde hingegen das abrupte Ende aller Königsklassen-Träume bedeuten und Fenerbahçe in die UEFA Europa League befördern.
Sollte der türkische Vizemeister die Hürde Sturm Graz nehmen, wartet im Play-off ein namhafter Gegner. Der Sieger des Duells zwischen Sparta Prag und Olympique Lyon würde dann um das begehrte Ticket für die Gruppenphase kämpfen. Die Tschechen haben sich mit einem 2:1-Hinspielsieg in Prag eine gute Ausgangsposition verschafft. Das Rückspiel in Frankreich steigt ebenfalls am heutigen Abend um 21:00 Uhr (MESZ).
Personell muss Fenerbahçe die Aufgabe in Graz mit einem reduzierten Kader angehen. Der im Hinspiel verletzt ausgefallene Jayden Oosterwolde und der an muskulären Problemen laborierende Musaba stehen nicht zur Verfügung. Zudem steht Torhüter Ederson aufgrund einer viralen Infektion nicht im Aufgebot. Dennoch reist der Favorit mit einer beeindruckenden Statistik nach Österreich: Fenerbahçe blieb in neun Pflichtspielen gegen österreichische Vereine ungeschlagen und fuhr sechs Siege sowie drei Unentschieden ein. Das Torverhältnis von 17:6 unterstreicht die historische Dominanz.
Voraussichtliche Aufstellungen
Sturm Graz: Khudyakov – Heil, Vallci, Mitchell, Soglo – Hödl, Weindhandl, Stankovic – Seidl, Weiper, Jatta.
Fenerbahçe: Mert – Semedo, Skriniar, Ake, Brown – Guendouzi, Kanté – Asensio, Greenwood, Kerem, Talisca.