Die türkische Nationalspielerin Melissa Vargas wird mit dem Großen Fair-Play-Preis 2025 des Türkischen Nationalen Olympischen Komitees (TMOK) in der Kategorie „Sportliche Karriere” ausgezeichnet. Dies gab das TMOK offiziell bekannt.
Die in Kuba geborene Vargas wechselte 2018 im Alter von 19 Jahren zu Fenerbahçe Istanbul und lebt seither in der Türkei. Für Fenerbahçe spielte sie mit Unterbrechungen, absolvierte mehrere halbjährige Engagements beim chinesischen Klub Tianjin Bohai Bank und kehrte anschließend jeweils zurück, wo sie mehrere Titel und Erfolge feierte.
Im Jahr 2021 nahm sie die türkische Staatsbürgerschaft an und spielt seither für die türkische Frauen-Nationalmannschaft, die unter dem Namen „Filenin Sultanları” (Sultane des Netzes) bekannt ist. Mit dem Team gewann sie 2023 sowohl die Nations League als auch die Europameisterschaft und wurde in beiden Wettbewerben als wertvollste Spielerin (MVP) ausgezeichnet. Zudem stellte sie mit einer Aufschlaggeschwindigkeit von 112 km/h einen Weltrekord auf.
In der Begründung des TMOK heißt es, Vargas habe nach dem Erwerb der türkischen Staatsbürgerschaft „eine entscheidende Rolle bei den internationalen Erfolgen der A-Nationalmannschaft der Frauen” gespielt. Weiter heißt es: „Mit ihrem Beitrag zum weltweiten Aufstieg des türkischen Volleyballs, ihren internationalen Erfolgen und ihrer Karriere, die jungen Sportlerinnen und Sportlern als Vorbild dient, hat sie den Großen Fair-Play-Preis des TMOK verdient.”
Die Preisverleihung im Rahmen der Türkiye Fair Play Awards 2025 würdigt somit eine Sportlerin, die nach Angaben des Komitees auch im Jahr 2025 ihre individuellen Spitzenleistungen fortsetzt.