Matthäus verteidigt Sane: “Nur weil er in der Türkei spielt, ist er nicht schlechter!”

12.11.2025 – 13:00 Uhr

Der frühere Weltfußballer Lothar Matthäus hat Bundestrainer Julian Nagelsmann für dessen Umgang mit Nationalspieler Leroy Sané kritisiert. Hintergrund ist die erneute Berufung des Offensivspielers in den Kader der deutschen Nationalmannschaft, kurz nachdem Sané den türkischen Rekordmeister Galatasaray mit starken Leistungen in Liga und Champions League überzeugt hatte.

Nagelsmann hatte Sané nach dessen Wechsel in die Türkei zunächst nicht berücksichtigt, ihn nun aber vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Luxemburg wieder nominiert. Der Bundestrainer erklärte, Sané habe „noch nicht die gewünschten Statistiken erreicht“, verfüge aber über großes Potenzial: „Er weiß, was ich von ihm verlange. Die Zahl seiner Chancen ist begrenzt – das habe ich ihm deutlich gesagt.“

Lothar Matthäus zeigte wenig Verständnis für die anfängliche Skepsis des Bundestrainers. „Ich hätte Sané nie ausgeschlossen. Nur weil er nach Istanbul gewechselt ist, wird er kein schlechterer Spieler“, sagte der Rekordnationalspieler. Die türkische Liga sei stärker als viele glaubten: „Galatasaray spielt auf Topniveau, sie haben in der Champions League Liverpool und Ajax geschlagen.“

Sané habe, so Matthäus, wie jeder Spieler nach einem Vereinswechsel zunächst Eingewöhnungszeit gebraucht – ähnlich wie Florian Wirtz beim FC Liverpool. „Warum bekommt Wirtz Zeit, sich anzupassen, Sané aber nicht?“, fragte Matthäus.