Juventus Turin richtet seine sportliche Zukunft zunehmend auf den jungen Offensivspieler Kenan Yıldız aus. Wie aus einer Analyse des renommierten Sportportals The Athletic hervorgeht, positioniert der italienische Rekordmeister den 20-Jährigen nicht nur sportlich, sondern auch symbolisch als zentrale Figur eines langfristigen Neuaufbaus.
Der italienische Fußballjournalist James Horncastle bezeichnet den jüngsten Vertragsabschluss mit Yıldız als einen der wichtigsten strategischen Schritte der laufenden Saison. Nach einem rasanten sportlichen Aufstieg innerhalb der vergangenen eineinhalb Jahre galt der türkische Nationalspieler intern zeitweise als möglicher Verkaufskandidat. Anders als in der jüngeren Vergangenheit entschied sich die Vereinsführung jedoch gegen eine gewinnbringende Veräußerung.
Zuvor hatte Juventus die Abgänge junger Talente wie Dean Huijsen und Matías Soulé genutzt, um den finanziellen Umbau des Klubs zu finanzieren. Diese Strategie stieß auf deutliche Kritik und mündete letztlich im Aus des damaligen Sportdirektors Cristiano Giuntoli.
Unter der neuen Führung von CEO Damian Comolli scheint der Verein nun einen Kurswechsel vollzogen zu haben. Laut The Athletic bemüht sich Juventus gezielt darum, Yıldız langfristig an den Verein zu binden und ihm eine besondere Wertschätzung zu vermitteln. Dazu zählen mehrere symbolträchtige Entscheidungen: Bereits zu Saisonbeginn erhielt der Nachwuchsspieler das traditionsreiche Trikot mit der Nummer zehn. In der Champions League lief er zudem ausgerechnet beim Auswärtsspiel gegen Real Madrid zeitweise als Kapitän auf.
Auch die persönliche Anwesenheit von John Elkann, Erbe der Agnelli-Familie und einflussreiche Figur im Klubumfeld, bei der Vertragsunterzeichnung wird als klares Signal gewertet. Sie unterstreicht die Bedeutung, die Yıldız in den langfristigen Planungen des Vereins einnimmt.