Ein Foto, ein Stein, ein enormer Andrang: Der Besuch des ägyptischen Fußballstars Mohamed Salah bei Trabzonspor hatte auf der Kurtdere-Hochebene ungeahnte Folgen. Nachdem ein Foto des Spielers, der auf einem Felsen saß, in den sozialen Medien viral gegangen war, pilgerten zahlreiche Fans auf die Hochebene, um dasselbe Motiv nachzustellen.
Was ursprünglich als spontaner Fotopunkt begann, ist inzwischen zu einer kleinen Infrastrukturmaßnahme geworden. Neben dem mittlerweile als „Salah-Felsen” bekannten Stein wurde eine Bank installiert. Zuvor war bereits ein Schild mit der Aufschrift „Salah Yaylası” ( Salah-Hochebene) angebracht worden. Die Stadtverwaltung von Trabzon übernahm die Montage der Sitzgelegenheit.
Die Behörde begründete diesen Schritt knapp: „Als wir sahen, dass die Besucher stehen mussten, hat uns das leidgetan. Wir dachten, der Salah-Felsen sieht so einfach schöner aus“, hieß es in einer Mitteilung.
Andrang hält an
Die Hochebene war nach Salahs Besuch regelrecht überlaufen. Anhänger des Fußballers reisten gezielt an, um auf dem Stein zu posieren und das gleiche Foto zu machen wie ihr Idol. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich der Ort zu einem festen Ausflugsziel – als bleibendes Andenken an den Besuch des Stürmers.
Verein warnt vor unerlaubter Nutzung
Unterdessen hat Trabzonspor eine deutliche Warnung ausgesprochen. Der Verein kündigte an, rechtlich und strafrechtlich gegen die unbefugte Verwendung von Salahs Namen und Bildnissen vorzugehen. Nach dem Transfer des Spielers hätten mehrere Unternehmen ohne Genehmigung Werbeaktionen und Kampagnen mit Salahs Namen, seinen Bildern und dem Trabzonspor-Trikot durchgeführt, so der Verein.
In der Erklärung heißt es weiter, dass das Tragen des Trabzonspor-Trikots durch Salah Dritten keinesfalls das Recht einräume, seinen Namen oder seine Bilder kommerziell zu verwenden. Insbesondere die Nutzung der Bilder für Produkt- und Dienstleistungswerbung sei rechtlich nicht hinnehmbar, da sie in der Öffentlichkeit den Eindruck einer geschäftlichen Zusammenarbeit oder Zustimmung erwecke. Zudem dürfe aus den Marken- und Imagewerten von Trabzonspor kein wirtschaftlicher Vorteil gezogen werden.