Beim Istanbuler Süper-Lig-Klub Eyüpspor spitzt sich die sportliche und organisatorische Krise weiter zu. Medienberichten zufolge wurden sieben Spieler aus dem Profikader ausgeschlossen, während sich der Verein gleichzeitig mitten im Abstiegskampf befindet. Eine offizielle Stellungnahme des Klubs steht bislang aus.
Nach Informationen des Journalisten Ertan Süzgün betrifft die Kadermaßnahme die Spieler Umut Meraş, Emre Akbaba, Prince Ampem, Robin Yalçın, Nihad Mujakic, Denis Drăguș und Mame Thiam. Zudem bahnen sich weitere Abgänge an: Gaziantep FK soll konkrete Gespräche mit Eyüpspor über die Verpflichtung von Mujakic und Drăguș aufgenommen haben. Nach Zustimmung des Klubs sollen Verhandlungen mit Partizan Belgrad (Mujakic) und Trabzonspor (Drăguș) folgen. Gaziantep-Trainer Burak Yılmaz soll beiden Transfers bereits zugestimmt haben.
Bereits zuvor hatte Eyüpspor mehrere Abgänge zu verkraften: Serdar Gürler wechselte zu Çorum FK, Halil Akbunar zu Bursaspor, während Svit Seslar zum slowenischen Klub NK Celje ging. Auch auf der Trainerbank gab es einen Wechsel – Orhan Ak wurde entlassen, Atila Gerin übernahm das Team.
Zusätzliche Unruhe brachte eine Justizermittlung: Klubpräsident Murat Özkaya und Vizepräsident Fatih Kulaksız wurden im Rahmen einer Untersuchung der Istanbuler Staatsanwaltschaft vorübergehend festgenommen.
Sportlich steht Eyüpspor mit 13 Punkten auf Platz 17 der Süper Lig tief in der Gefahrenzone. Sollte sich die Form in der zweiten Saisonhälfte nicht deutlich verbessern, zählt der Klub aktuell zu den heißesten Abstiegskandidaten.