Der Große Preis der Türkei könnte noch in dieser Formel-1-Saison in den Rennkalender aufgenommen werden. Hintergrund sind die möglichen Ausfälle der geplanten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten. Dies teilte FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem Medienvertretern mit.
Der Automobil-Weltverband prüft derzeit demnach verschiedene Szenarien, um auf mögliche Änderungen im Kalender reagieren zu können. Eine Option wäre zunächst eine Verschiebung des Rennens in Katar um eine Woche, wodurch sich der gesamte Terminplan anpassen ließe.
Sollte sich eine Durchführung der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien dennoch nicht realisieren lassen, könnte der traditionsreiche Kurs in Istanbul kurzfristig einspringen. Voraussetzung dafür sind allerdings die notwendigen Homologationen sowie die Erfüllung weiterer organisatorischer Anforderungen. Die FIA befinde sich hierzu bereits im Austausch mit den Veranstaltern, um eine logistisch umsetzbare Lösung zu finden.
Ben Sulayem wies zugleich auf die angespannte Sicherheitslage in der Region hin. Die aktuellen Entwicklungen seien deutlich gravierender als sportliche Fragen, so der FIA-Präsident. Der Schutz von Menschenleben habe oberste Priorität. Sollte die Unsicherheit bis in den Herbst andauern, seien Rennen in der Region aus Sicherheitsgründen nicht vertretbar.
Die Türkei war zuletzt 2021 Austragungsort eines Formel-1-Rennens. Der Istanbul Park galt während der Pandemie bereits mehrfach als Ersatzstrecke, wenn geplante Veranstaltungen ausfallen mussten.