Klopp vor erster Kadernominierung: Nübel im Rennen um die Neuer-Nachfolge

10.09.2026 – 9:00 Uhr

Die Spannung vor der ersten Kadernominierung des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp steigt. Nach dem Rücktritt von Manuel Neuer aus der deutschen Nationalmannschaft ist die Frage nach dem neuen Torhüter Nummer eins weiterhin völlig offen. Wie nun bekannt wurde, rückt ausgerechnet ein Torhüter aus der türkischen Süper Lig in den engeren Favoritenkreis: Alexander Nübel von Beşiktaş Istanbul.

Wie Sky Sport Deutschland berichtet, gilt der ehemalige Schalker und Leihspieler des FC Bayern München als einer der stärksten Kandidaten für das Tor der DFB-Elf. Als entscheidender Faktor wird dabei seine Rolle beim türkischen Traditionsklub gewertet. Anders als in den Vorjahren beim FC Bayern oder zuletzt in Monaco steht Nübel bei Beşiktaş als unumstrittene Nummer eins zwischen den Pfosten und sammelt dort dauerhaft Spielpraxis auf hohem Niveau. Diese Einsatzzeiten könnten im internen Duell um die Neuer-Nachfolge den Ausschlag geben.

Das Bewerberfeld ist dicht gedrängt. Neben Nübel befinden sich auch Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) und Marc-André ter Stegen (FC Barcelona) im Rennen. Während ter Stegen lange als logischer Erbe Neuers galt, warfen zuletzt Formschwankungen und Verletzungsprobleme Fragen auf. Baumann wiederum hatte in der Ära von Julian Nagelsmann bereits zeitweise das Tor gehütet, war vor der Heim-EM jedoch wieder ins zweite Glied gerückt. Auch die jungen Wilden wie Jonas Urbig (1. FC Köln), Finn Dahmen (FC Augsburg) und Noah Atubolu (SC Freiburg) drängen in die Verantwortung. Selbst der derzeit vereinslose Loris Karius wird in deutschen Medien als Außenseiter im erweiterten Kreis gehandelt.

Klopp, der sein Amt offiziell angetreten hat, muss nun diese schwierige Entscheidung treffen. Seine erste Kadernominierung wird für den 17. September erwartet. Spätestens dann wird sich zeigen, ob der Beşiktaş-Keeper das Rennen um den Platz zwischen den Pfosten tatsächlich anführt – oder ob Klopp auf die etablierten Kräfte aus Barcelona und Hoffenheim setzt. Sicher scheint nur: Die Ära nach Neuer beginnt mit einem echten Casting.