Hidayet Türkoğlu als erster Türke in die FIBA Hall of Fame aufgenommen

26.04.2026 – 16:30 Uhr

Es ist ein historischer Ritterschlag für den türkischen Basketball: Hidayet Türkoğlu, Präsident des türkischen Basketballverbandes TBF, ist als erster Türke in die FIBA Hall of Fame aufgenommen worden. Im Rahmen der feierlichen Zeremonie im Berliner Kraftwerk sprach der 45-Jährige exklusiv über seinen langen Weg an die Spitze, seine prägendsten Mentoren und das gnadenlose Geschäft in der weltbesten Liga.

„Die NBA ist die größte Organisation der Welt. Ich schätze mich glücklich, dass ich mich dort 15 Jahre halten konnte“, resümierte Türkoğlu im Gespräch mit der Demirören Nachrichtenagentur (DHA). Vom ersten bis zum letzten Spiel sei jede Minute für ihn von immensem Wert gewesen.

Der frühere Power Forward, der für die Sacramento Kings, die Orlando Magic und weitere Teams auflief, betonte den kollektiven Charakter seiner Ehrung. „Ich mag der Erste sein, aber es gibt viele, die unser Land mit Stolz vertreten haben. Diesen Preis nehme ich für alle entgegen“, sagte der TBF-Chef. Er sehe es als Verpflichtung, der nächsten Generation als Vorbild zu dienen.

Besonderen Dank richtete der Hall-of-Famer an die Architekten seiner Karriere. Allen voran nannte er seinen frühen Förderer Aydın Örs. „Aydın wollte mich von klein auf zu einem anderen Spieler formen. Diese Investition hat mich an einen Punkt gebracht, an dem ich mich im Basketball neu definieren konnte“, erklärte Türkoğlu, der einst in der Jugend von Efes Istanbul reifte.

Er identifizierte Stan Van Gundy als entscheidenden Impulsgeber in der NBA. Unter dessen Regie bei den Orlando Magic gelang ihm der Durchbruch. „Stan hat es mir ermöglicht, meine Fähigkeiten freier zu entfalten. In dieser Zeit wurde ich zum Leistungsträger, gewann den ‚Most Improved Player‘-Award und erreichte die NBA-Finals. In Orlando war ich der Hidayet, der sich beweisen konnte“, analysierte er rückblickend.

Türkoğlu zog eine klare Linie zwischen individueller Auszeichnung und mannschaftlichem Fundament. Ob der sensationelle Vizeweltmeistertitel mit der Nationalmannschaft im Jahr 2010 oder die erste Final-Four-Teilnahme mit Efes – all das wäre ohne ein stabiles Umfeld, seine Ehefrau und langjährige Wegbegleiter im Hintergrund undenkbar gewesen. „Im Rampenlicht steht der Spieler, aber hinter dem Vorhang steht alles: die Familie, die einen in schlechten wie in guten Zeiten stützt. Ich bin dankbar, diese Prozesse durchlebt zu haben.“