Der türkische Fußballverein Galatasaray möchte sein Geschäft über den Sport hinaus ausbauen und in den Gastronomiesektor einsteigen. Unter der Marke „GS Kafe” sollen in allen 81 Provinzen der Türkei Cafés eröffnet werden.
Die ersten Standorte sind an symbolträchtigen Orten vorgesehen, darunter das Heimstadion RAMS Park im Istanbuler Stadtteil Sarıyer und die belebte Istiklal-Straße. Die Cafés sollen entweder in bestehende GS-Store-Filialen integriert oder in deren unmittelbarer Nähe eröffnet werden. Das Ziel besteht darin, den Fans ein „vollständig immersives gelb-rotes Erlebnis“ zu bieten.
Galatasaray verfügt über die größte Anhängerschaft im türkischen Fußball. Umfragen zufolge unterstützen 36 bis 40 Prozent der Fußballfans in der Türkei den Verein.
Die Initiative ist Teil der Strategie von Vereinspräsident Dursun Özbek, die Marke Galatasaray in weitere Konsumbereiche zu tragen. Das Franchise-Modell sieht eine Einstiegssumme von rund 50.000 US-Dollar vor, um eine schnelle Expansion innerhalb der Türkei zu ermöglichen und zusätzliche Lizenzgebühren zu generieren.
Das Projekt soll das bereits profitable Merchandising-Geschäft des Vereins, das Berichten zufolge einen Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro erzielt, finanziell ergänzen. Parallel dazu plant Galatasaray, die Zahl der GS-Store-Filialen zu erhöhen, um die Strategie des Einzelhandelswachstums und der Markenvielfalt zu verstärken.
Ein weiterer Aspekt ist die geplante Börsennotierung der Einzelhandelstochter Galatasaray Mağazacılık AŞ. Das Unternehmen soll mit rund 700 Millionen US-Dollar bewertet werden, die angestrebte Kapitalaufnahme liegt bei etwa 150 Millionen US-Dollar.