Galatasaray-Präsident Özbek: „Wir wollen zum fünften Mal in Folge Meister werden”

09.10.2026 – 11:00 Uhr

Auf der ordentlichen Sitzung des Divan-Kurulu im Oktober im RAMS Park hat Galatasarays Klubpräsident Dursun Özbek die Ziele des Vereins für die laufende Saison und die kommenden Jahre dargelegt. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen standen der angestrebte fünfte Meistertitel in Folge und das Bestreben, die nationale Dominanz auch auf europäischer Ebene zu etablieren.

Özbek wies zunächst auf die historische Bedeutung des Monats Oktober für den Klub hin. Vor 121 Jahren hätten Ali Sami Yen und seine Mitstreiter in der Galatasaray-Schule den Grundstein für einen Verein gelegt, dem heute Millionen Anhänger folgten. Das damalige Ziel habe nicht allein in der Gründung eines Sportklubs bestanden, sondern auch darin, eine Vorreiterrolle im türkischen Sport einzunehmen, das Land bestmöglich zu repräsentieren und gegen nicht-türkische Mannschaften zu bestehen. Diese Aufgabe gelte es nun weiterzuführen. Der Gründervater und weitere verstorbene verdiente Mitglieder des Vereins wurden mit Respekt und in stillem Gedenken erwähnt.

Mit Blick auf die Fußballmannschaft erklärte der Präsident, der in der vergangenen Saison errungene 26. Meistertitel sei ein Grund zu großer Freude. Frühere Erfolge dürften jedoch nicht von neuen Zielen ablenken. Die 27. Meisterschaft liege vor der Mannschaft. Man wolle zum fünften Mal in Folge den Titel gewinnen. Ein weiteres zentrales Ziel sei es, die in der Türkei erreichte Konstanz und Erfolgsserie nach Europa zu übertragen. In der laufenden Saison werde Galatasaray in der UEFA Champions League auftreten, um dem Namen, der Geschichte und den Ambitionen des Vereins gerecht zu werden. Man vertraut Trainer Okan Buruk, dem Trainerteam und den Spielern. Die Saison ist lang und es stehen wichtige Partien bevor. Mit Geduld und geschlossener Unterstützung des Teams sind die Ziele erreichbar.

Özbek ging zudem auf laufende Infrastrukturprojekte ein. So würden die Arbeiten am Projekt „Aslantepe Vadisi” mit Nachdruck vorangetrieben, da es den Anforderungen des Vereins entspreche. Am Trainingsgelände in Kemerburgaz entstehen neben einem Akademiegebäude vier weitere Fußballplätze. Dort habe es eine kurze Verzögerung gegeben, die jedoch nicht auf den Verein, sondern auf Verzögerungen bei der Unterschriftsleistung seitens der zuständigen Gemeinde zurückzuführen sei. Am Vortag sei eine Einigung erzielt worden. Das Akademiegebäude sei vollständig vorbereitet, das Problem habe ausschließlich im Verhältnis zur Gemeinde gelegen.

Der Präsident betonte, dass neben Titeln auch die Ausbildung eigener Sportler von Bedeutung sei. Für die Amateursparten ist die neue Saison von besonderer Bedeutung. In allen Disziplinen, in denen der Verein antritt, wurden die Ziele angehoben. Überall, wo das Trikot von Galatasaray präsent ist, will man konkurrenzfähig sein. Erfolg bemesse sich nicht allein an Pokalen am Saisonende. Notwendig seien die Förderung von Nachwuchssportlern, die Möglichkeit für junge Talente, das Trikot zu tragen, sowie eine finanziell nachhaltige Struktur des Vereins. Özbek zeigte sich überzeugt, dass die Sportler und Trainer den Einsatz zeigen würden, den das Trikot verlange.

Özbek bezeichnete die kommende Phase als entscheidend für die Zukunft des Vereins. Parallel kämpfe man um Erfolge in der Türkei und in Europa und arbeite zugleich am Ausbau der Anlagen, an der Steigerung der Einnahmen und an einer solideren finanziellen Basis. Der Verein sei nicht angetreten, um kurzfristige Ergebnisse zu erzielen, sondern um die Zukunft von Galatasaray zu sichern. In diesem Zusammenhang wies Özbek auf die für den kommenden Samstag angesetzte ordentliche Jahreshauptversammlung hin. Generalversammlungen seien ein wesentlicher Bestandteil der demokratischen Tradition und der Kultur der gemeinsamen Entscheidungsfindung bei Galatasaray. Er lud die Mitglieder zur Teilnahme ein und wünschte sich eine höhere Beteiligung.

Abschließend betonte Özbek, dass man den Verein stark an die nächsten Generationen übergeben wolle. Dafür seien Einheit und Zusammenhalt erforderlich. Es werde unterschiedliche Auffassungen geben, man werde kritisieren und diskutieren und Ideen zum Wohle des Vereins einbringen. Über allem stehe jedoch Galatasaray als gemeinsamer Nenner. Die Geschichte zeige, dass Galatasaray erfolgreich sei, wenn die Mitglieder zusammenstünden. Wie in den vergangenen 121 Jahren werde man auch künftig gemeinsam arbeiten und kämpfen, um den Verein zu den Erfolgen zu führen, die ihm zustehen.