Um den Stürmerstar von Galatasaray, Victor Osimhen, ist ein milliardenschwerer Bieterwettstreit entbrannt. Dem nigerianischen Torjäger liegen einem Medienbericht zufolge schriftliche Angebote aus Saudi-Arabien und der englischen Premier League in astronomischer Höhe vor. Das Schicksal von Teamkollege Mauro Icardi scheint direkt mit dem Osimhen-Poker verknüpft zu sein.
Wie der türkische Fernsehjournalist Serhat Ulueren in der Sendung „Telegol“ auf Lider Haber TV berichtete, beläuft sich das Angebot eines nicht näher genannten saudischen Klubs auf 122 Millionen Euro Ablöse. Aus England liegt demnach eine Offerte über 98 Millionen Euro vor. Als Interessenten werden Manchester United und Tottenham Hotspur gehandelt. Galatasaray-Präsident Dursun Özbek soll die Latte für einen Verkauf jedoch noch höher legen und 140 Millionen Euro Ablöse fordern.
Der Ausgang des Transferdramas hat unmittelbare Folgen für Mauro Icardi. Aufgrund der ungewissen Zukunft Osimhens ist ein Verbleib des Argentiniers plötzlich wahrscheinlicher geworden. Laut Ulueren hat Icardi ein lukratives Gehaltsangebot in Höhe von 12 Millionen Euro netto pro Saison aus Saudi-Arabien vorliegen. Diese Summe soll der Stürmer ursprünglich auch von Galatasaray gefordert haben. In den Verhandlungen soll er seine Forderung auf sieben Millionen Euro reduziert haben. Eine endgültige Entscheidung über Icardis Zukunft wird noch in dieser Woche, spätestens am Freitag, erwartet.
Unabhängig vom Personalpoker an der Spitze plant die Klubführung dem Bericht zufolge eine substanzielle Verstärkung des Kaders für die kommende Champions-League-Saison. Nach der Weltmeisterschaft sollen vier neue Spieler verpflichtet werden, darunter zwei internationale Top-Stars vom Kaliber eines Osimhen oder Sané sowie zwei weitere Profis. Das bestehende Gerüst um Lucas Torreira, Barış Alper Yılmaz und Davinson Sánchez soll dabei erhalten bleiben.
Ein konkretes Transferziel ist offenbar das Offensivtalent Can Uzun von Eintracht Frankfurt. Für den deutsch-türkischen Nationalspieler sei Galatasaray bereit, bis zu 45 Millionen Euro zu investieren. Bei der Suche nach einem Ersatztorhüter gab es unterdessen einen Dämpfer: Berke Özer vom französischen Klub OSC Lille erteilte einer Rolle als Nummer zwei hinter Stammtorwart Uğurcan Çakır eine klare Absage.