Galatasaray-Präsident Dursun Özbek hat Spekulationen über einen vorzeitigen Abgang des Torjägers Victor Osimhen eine deutliche Absage erteilt und damit die Tür für einen Verkauf des Stürmers geschlossen. In einem Interview mit HT Spor bezeichnete er das Festlegen einer Ablösesumme für den Nigerianer als völlig abwegig.
„Wir denken nicht daran, Osimhen zu verkaufen. Er ist ein immens wichtiger Spieler für Galatasaray“, stellte der Klubchef unmissverständlich klar. Einen Marktwert für den Angreifer zu beziffern, komme für ihn nicht infrage. Özbek wählte dafür ein bildhaftes türkisches Sprichwort: „Einem Spieler, den man nicht verkaufen will, einen Preis zu nennen, ist, wie einem ungeborenen Kind eine Hose anzuziehen. Das existiert in unseren Köpfen nicht.“ Osimhen gilt als zentrale Stütze im Meisterschaftskampf des türkischen Rekordmeisters.
Neben dieser Personalie kritisierte der 74-Jährige zudem die aktuelle Ausländerregelung des nationalen Fußballverbands TFF scharf. Die sogenannte „10+4“-Regelung sei „nicht akzeptabel“. Özbek appellierte an den Verband: „Hoffentlich wird der TFF diese Regelung noch einmal überdenken und ändern.“ Details zu seiner Kritik führte er nicht weiter aus.
Mit Blick auf die internationale Bühne bekräftigte Özbek die großen Ambitionen des Vereins. Der Gewinn des UEFA-Pokals im Jahr 2000 sei damals kaum vorhersehbar gewesen. „Aber Galatasaray hat es geschafft. Das liegt in unserer DNA.“ Nun nehme der Klub die nächste Stufe ins Visier: „Den Pokal der Champions League zu gewinnen, ist eines der obersten Ziele von Galatasaray.“