Im Ringen um das türkische Offensivtalent Can Uzun hat Galatasaray Istanbul offenbar die erste konkrete Offerte hinterlegt, beißt beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt jedoch auf Granit. Wie aus Verhandlungskreisen verlautet, liegt die Schmerzgrenze der Hessen deutlich über dem gebotenen Paket.
Der türkische Meister, der seine Angriffsreihe für die kommende Saison in der Trendyol Süper Lig und der UEFA Champions League rüsten will, hat demnach ein mündliches Angebot für den 20-jährigen Nationalspieler unterbreitet. Die Offerte der „Gelb-Roten“ beläuft sich auf eine Sockelablöse von 35 Millionen Euro, ergänzt um Bonuszahlungen in Höhe von 5 Millionen Euro sowie eine prozentuale Beteiligung an einem späteren Weiterverkauf.
Bei der Eintracht stößt dieser Vorstoß jedoch auf wenig Gegenliebe. Der Europa-League-Sieger von 2022 soll für den variabel einsetzbaren Zehner, dessen Marktwert laut Transfermarkt aktuell auf 45 Millionen Euro taxiert wird, eine Ablöse von mindestens 50 Millionen Euro aufrufen. Die Diskrepanz zwischen den Vorstellungen beider Klubs ist somit beträchtlich.
Während die Vereine um den finanziellen Rahmen ringen, soll die Spielerseite bereits signalisiert haben, ihre Zukunft an der türkischen Nationalelf fortzusetzen. Can Uzun selbst, der auch dem Aufgebot für die FIFA-Weltmeisterschaft angehörte, habe einer Rückkehr in die Heimat und einem Engagement bei Galatasaray zugestimmt.
Das Eigengewächs des 1. FC Nürnberg blickt auf eine eindrucksvolle Premierensaison im deutschen Oberhaus zurück. In 28 Pflichtspielen für Frankfurt, in denen er insgesamt 1.513 Minuten auf dem Rasen stand, erzielte der offensive Mittelfeldspieler 10 Tore und legte 6 weitere Treffer auf. Diese Leistungsdaten untermauern Frankfurts harte Verhandlungsposition im milliardenschweren Transferpoker.