Das Finale der UEFA Europa League in Istanbul steht fest: Am 20. Mai spielen der SC Freiburg und Aston Villa im Beşiktaş Park um den Titel. In dramatischen Halbfinal-Rückspielen setzten sich die Badener gegen den SC Braga durch, während die Engländer Nottingham Forest mit einer furiosen Aufholjagd deklassierten.
Nach der 1:2-Hinspielniederlage benötigte der SC Freiburg im Europa-Park Stadion eine Leistungssteigerung und profitierte früh von personeller Überlegenheit. Bragas Mario Dorgeles sah bereits in der 6. Minute die Rote Karte. Die numerische Überlegenheit nutzte der Bundesligist eiskalt aus: Lukas Kübler (19.) und Johan Manzambi (41.) sorgten für eine komfortable Pausenführung und Küblers zweiter Treffer in der 72. Minute stellte den Finaleinzug endgültig sicher. Zwar gelang Pau Victor in der 79. Minute noch der Anschlusstreffer für die dezimierten Gäste, doch der 3:1-Sieg bedeutete aufgrund des Gesamtergebnisses von 4:3 das Aus für Braga.
Noch spektakulärer gestaltete sich der Abend in Birmingham. Aston Villa hatte das Hinspiel bei Nottingham Forest mit 0:1 verloren und stand somit vor einer kniffligen Aufgabe. Doch das Team von Trainer Unai Emery lieferte eine Machtdemonstration ab. Ollie Watkins brach in der 36. Minute den Bann. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Emiliano Buendia per Foulelfmeter (58.), ehe John McGinn mit einem Doppelpack innerhalb von nur drei Minuten (77., 80.) den 4:0-Kantersieg und das 4:1 in der Addition fixierte. Forest war chancenlos und schied aus.
Finale elektrisiert mit brisantem Duell
Damit kommt es am 20. Mai zur Begegnung zweier Teams, die auf unterschiedliche Weise für Furore gesorgt haben: Der taktisch disziplinierte Underdog aus dem Breisgau trifft auf die entfesselte Offensivkraft der englischen Premier League. Das Endspiel im traditionsreichen Beşiktaş Park, der offiziell Tüpraş Stadyumu heißt, verspricht eine sportlich hochklassige Auseinandersetzung und eine einzigartige Atmosphäre am Bosporus.