Frauen-Volleyball: VakıfBank besiegt Eczacıbaşı im Finale und holt siebten Champions-League-Titel

05.05.2026 – 11:00 Uhr

VakıfBank Istanbul hat seine Ausnahmestellung im europäischen Frauen-Volleyball eindrucksvoll untermauert. Im rein türkischen Finale der CEV Champions League bezwang das Team von Trainer Giovanni Guidetti den nationalen Rivalen Eczacıbaşı Dynavit mit 3:1 (25:20, 25:21, 21:25, 25:18) und sicherte sich damit zum siebten Mal den Titel als unangefochtene Nummer eins des Kontinents. Vor ausverkauften Rängen im Ülker Spor ve Etkinlik Salonu setzte sich der Rekordchampion ohne eine einzige Turnierniederlage durch.

Es war das zweite Mal in der Geschichte des prestigeträchtigsten europäischen Klubwettbewerbs, dass zwei türkische Mannschaften im Endspiel aufeinandertrafen – und erneut behielt VakıfBank die Oberhand. Die „Gelb-Schwarzen” krönten damit ihre zehnte Finalteilnahme mit dem nächsten Triumph. Bereits in den Jahren 2011, 2013, 2017, 2018, 2022 und 2023 durfte der Klub die begehrte Trophäe in die Höhe stemmen.

Für Eczacıbaşı Dynavit hingegen wiederholte sich die bittere Endspiel-Erfahrung: Zum dritten Mal musste sich das Team im Finale geschlagen geben – zwei dieser Niederlagen kassierten die „Orange-Weißen“ ausgerechnet gegen den Stadtrivalen VakıfBank. Der einzige weitere Finalverlust in der Klubhistorie datiert aus einer Begegnung mit dem tschechischen Vertreter Ruda Hvezda.

Die Dominanz der türkischen Liga spiegelt sich nicht nur in diesem Finale wider. Mit dem jüngsten Coup steigt die Zahl der türkischen Titelgewinne in der Königsklasse auf neun. Neben den sieben Erfolgen von VakıfBank konnten sich auch Fenerbahçe (2012) und Eczacıbaşı (2015) in die Siegerliste eintragen. Insgesamt summiert sich die internationale Trophäensammlung türkischer Frauen-Klubs auf 27 Pokale, die sich auf die Champions League, die Klub-Weltmeisterschaften, den CEV-Pokal und den Challenge Cup verteilen. Erst in derselben Saison hatte Galatasaray Daikin durch den Gewinn des CEV-Pokals einen weiteren internationalen Titel in die Türkei geholt.

Innerhalb dieser imposanten nationalen Bilanz bleibt VakıfBank das Maß aller Dinge. Die Trophäe vom Sonntagabend ist bereits der 13. internationale Titel der Vereinsgeschichte und umfasst neben sieben Champions-League-Siegen auch vier Klub-Weltmeisterschaften sowie je einen Erfolg im CEV-Pokal und Challenge Cup. Damit baut der Klub seine Spitzenposition in der türkischen Rangliste weiter aus. Eczacıbaşı folgt mit insgesamt sieben internationalen Titeln, dahinter rangieren Fenerbahçe (3), Bursa Büyükşehir Belediyespor (2) sowie Yeşilyurt und Galatasaray Daikin mit je einem Erfolg.

Die wirtschaftliche Dimension des Erfolgs unterstreicht das ausgelobte Preisgeld: Der Titel bringt VakıfBank eine Prämie von 500.000 Euro ein, während der Finalist Eczacıbaşı Dynavit mit 250.000 Euro entschädigt wird. Unter den Zuschauern, die das hochkarätige Duell in der Halle verfolgten, wurden Fenerbahçe-Basketballfunktionär Cem Ciritci und der Cheftrainer der Männer-Basketballmannschaft, Sarunas Jasikevicius, gesichtet.