Im Ringen um den Präsidentenposten des türkischen Spitzenklubs Fenerbahçe Istanbul verdichten sich die personellen Fronten. Während sich das Kandidatenfeld langsam klärt, hat der ehemalige Klubchef Ali Koç einem übereinstimmenden Medienbericht zufolge eine endgültige Entscheidung über seine eigenen Ambitionen getroffen.
Nachdem er das Amt einst von Aziz Yıldırım übernommen und in der vergangenen Periode an Sadettin Saran abgegeben hatte, avancierte er zuletzt zur Schlüsselfigur im Machtgefüge des Vereins. Wie die Zeitung Milliyet berichtet, soll sich Koç nun endgültig gegen eine erneute Kandidatur entschieden haben. Demnach widerstand der frühere Präsident dem zunehmenden Druck aus seinem unmittelbaren Umfeld, das ihn besonders nach dem Auftreten von Aziz Yıldırım auf der politischen Bühne des Vereins zu einer neuerlichen Bewerbung drängen wollte. Koç habe seine Haltung jedoch nicht geändert und plane derzeit keinen Antritt bei der Wahl.
Während Koç darauf verzichtet, eine Wahlempfehlung auszusprechen, rückt eine andere Personalie in den Fokus: Der frühere Funktionär Hakan Safi, dem eine große Nähe zum Koç-Lager nachgesagt wird, bekräftigte seine Entschlossenheit. Nachdem mit Mehmet Ali Aydınlar ein weiterer potenzieller Gegenkandidat seinen Verzicht erklärt hatte, stellte Safi unmissverständlich klar: „Ich bin bedingungslos und ohne Wenn und Aber Kandidat.“ Von einem Zusammenschluss mit anderen Lagern sehe er ab.
Laut weiteren Informationen sollen die Planungen in Safis Team bereits weit fortgeschritten sein. Demnach hat er rund 90 Prozent seines Vorstandsgremiums bereits formiert und führt derzeit intensiv Gespräche über die zukünftige Besetzung der strategisch wichtigen Posten in der ausgegliederten Fußball-Aktiengesellschaft (Futbol A.Ş.). Widerstand gegen seine Kandidatur werde ihn nicht von seinem eingeschlagenen Weg abbringen, so verlautet aus seinem Umfeld.